Vom Baum in die Flasche: Angehende Streuobst-Pädagogen lernen Saftherstellung


| Foto: Privat

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Wolfenbüttel/Denkte. Welche Obstsorten gibt es und wie kann man sie unterscheiden? Welche Rolle spielt Obst für eine gesunde Ernährung? Und wie macht man aus Äpfeln Saft? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die 16 Teilnehmer einer Ausbildung zum „Streuobst-Pädagogen“ am 17. und 18. Oktober in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel.

Nachdem zunächst die Theorie der Obstarten und –sorten auf dem Programm stand, wurde es am Samstagnachmittag handfest: Die Kursteilnehmer ernteten auf einer Streuobstwiese Äpfel und verarbeiteten sie anschließend in der Mosterei Sottmar in Denkte zu Saft. Unter Anleitung von Mostereibetreiber Olaf Dalchow probierten sie an einer Handpresse die verschiedenen Verarbeitungsschritte selbst aus: vom Waschen und Häckseln über das Pressen bis zum Verkosten.

Die Veranstaltung war der fünfte und letzte Teil einer niedersachsenweiten Ausbildung zum Streuobst-Pädagogen. Seltene Tiere und Pflanzen, leckeres Obst und jede Menge zu entdecken – Streuobstwiesen sind ideale Lernorte, um Kindern die Abläufe in der Natur begreifbar zu machen. Wie man spannende Mitmach-Aktionen rund um die Streuobstwiese entwickelt, vermittelte der neuartige Kurs für ehrenamtliche Naturschützer, Umweltpädagogen, Lehrer und Erzieher. An fünf Wochenenden lernten die Kursteilnehmer typische Tier- und Pflanzenarten kennen, beschäftigten sich mit der Pflege von Obstwiesen und konzipierten Umweltbildungsangebote.

HINTERGRUND
Der Kurs fand statt im Rahmen des Jubiläumsprojekts der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung „Streuobstwiesen blühen auf!“. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens 2014 fördert die Stiftung Streuobstwiesen mit einem Sonderbudget, um für ihren Schutz und das Engagement für Natur und Umwelt zu werben. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt Niedersachsens findet ein Projekt statt: von Neupflanzungen über Pflege- und Artenschutzmaßnahmen bis zu öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. Koordiniert wird das Jubiläumsprojekt vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Landesverband Niedersachsen e.V. Er unterstützt die Antragsteller bei der Planung und Verwirklichung der Projekte. Mehr zum Jubiläumsprojekt unter www.bingo-jubilaeumsprojekt.de