Wolfenbüttel. Wie lässt sich moderner Klimaschutz mit historischer Bausubstanz vereinen? Bei den „Wärmewendewochen 2026“ lädt die Stadtverwaltung Wolfenbüttel zu einem informativen Vortragsabend ein, der sich der wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Beheizung von Altbauten widmet. Das kündigt die Stadt in einer Pressemitteilung an.
Unter dem Titel „Wärmepumpen im historischen Bestand – Lösungen für Fachwerk, Denkmal und Co.“ erhalten Bürger am Mittwoch, 16. September, ab 18.30 Uhr, in der Lindenhalle, fundierte Einblicke in praxisnahe Konzepte der Gebäudemodernisierung, heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Praxisnahe Einblicke und innovative Technik
Ein erfahrener Meister für Installation und Anlagenbau veranschaulicht anhand konkreter Projektbeispiele, wie Wärmepumpen selbst bei komplexen baulichen Voraussetzungen effizient betrieben werden können. Ein Schwerpunkt bildet die Umsetzung einer sogenannten Kaltdach-Wärmepumpe, bei der das Aggregat im ungenutzten Dachraum installiert wird.
Dieses Modell sei bereits in einer dicht bebauten Altstadt mit denkmalgeschütztem Fachwerk erfolgreich umgesetzt worden. Der Vortrag werde mit gängigen Vorurteilen aufräumen und verständlich zeigen, welche technischen Optionen Eigentümern heute offenstehen, kündigt die Stadtverwaltung an.
Austausch und direkte Beratung
Im Anschluss an den Fachvortrag stehen der Referent sowie Vertreter der Stadt für individuelle Fragen und persönliche Gespräche zur Verfügung. Die Teilnehmer erhalten so Raum, eigene Anliegen einzubringen und sich über Erfahrungen bei der Sanierung von Bestandsgebäuden auszutauschen.
Stadtbaurat Klaus Benscheidt unterstreicht die Relevanz der Initiative: „Die Wärmewende betrifft nicht nur den Neubau, sondern vor allem unseren historischen Bestand. Gerade in Wolfenbüttel mit seiner wertvollen Bausubstanz ist es entscheidend, Wege aufzuzeigen, wie Klimaschutz und Denkmalschutz Hand in Hand gehen. Mit diesem Abend bieten wir Eigentümerinnen und Eigentümern Orientierung und konkrete Handlungsmöglichkeiten.“
Auch Emma Brandebusemeyer, Koordinatorin für die Kommunale Wärmeplanung der Stadt Wolfenbüttel, sieht im Dialog ein wichtiges Fundament: „Rund um den Einsatz von Wärmepumpen im Altbau bestehen nach wie vor Unsicherheiten. Praktische Beispiele belegen jedoch, dass der Handlungsspielraum meist größer ist als gedacht. Unser Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und zukunftsfähige Lösungen nachvollziehbar zu vermitteln.“
Anmeldung erbeten
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine kostenfreie Anmeldung bis zum 13. September gebeten. Die Registrierung kann online unter https://widgets.yolawo.de/w/6a46234b9f47d8c975bbbc2a oder telefonisch unter der Rufnummer 05331 86-485 erfolgen.

