Wolfenbüttel. Am 5. September findet das Seefest am Fümmelsee statt. Angesichts der zuletzt diskutierten Parkplatzsituation stellt sich die Frage, wie die An- und Abreise und vor allem die Parkplätze organisiert werden sollen. Der Wolfenbütteler Schwimmverein (WSV) beschäftigt sich nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Stadt Wolfenbüttel mit der Situation, heißt es auf eine Anfrage von regionalHeute.de.
Der WSV teilt mit, dass bereits Anfang August verschiedene kurz-, mittel- und langfristige Möglichkeiten besprochen worden seien, um die Situation rund um den Fümmelsee zu verbessern. Dazu gehörten unter anderem Überlegungen zu zusätzlichen beziehungsweise saisonalen Stellplatzmöglichkeiten, einer besseren Verkehrsorganisation und perspektivisch einer stärkeren Einbindung des öffentlichen Nahverkehrs. Konkrete Maßnahmen seien bislang jedoch nicht beschlossen.
Verschiedene Möglichkeiten werden geprüft
Die verschiedenen Ansätze müssten zunächst hinsichtlich ihrer tatsächlichen Umsetzbarkeit geprüft werden. "Für das Seefest selbst werden wir gemeinsam mit den Beteiligten darauf achten, die Besucherinnen und Besucher frühzeitig über die Anreisemöglichkeiten und die Situation vor Ort zu informieren. Grundsätzlich freuen wir uns natürlich über jeden Gast, der zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gemeinsam mit anderen in einem Fahrzeug anreist und damit die Parkplatzsituation zusätzlich entlastet", sagt WSV-Sprecher Nico Förster.
Verständnis für Badegäste
Auch zu den jüngsten Kontrollen wegen Falschparkens nimmt der WSV Stellung. Der Verein könne nachvollziehen, dass die Verwarnungen bei vielen Badegästen für Unmut gesorgt hätten. Hintergrund sei auch, dass bestimmte Bereiche seit vielen Jahren zum Abstellen von Fahrzeugen genutzt worden seien.
Gleichzeitig sieht der WSV die Notwendigkeit, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. An besonders stark frequentierten Tagen könne es zu problematischen Situationen kommen.
Der Verein wolle deshalb weniger die einzelnen Entscheidungen des Ordnungsdienstes nachträglich bewerten. Entscheidend sei vielmehr, gemeinsam mit der Stadt Lösungen zu entwickeln, durch die solche Situationen künftig möglichst vermieden werden. Der WSV spricht dabei von einem inzwischen „sehr konstruktiven Austausch“ mit der Stadt.
Keine belastbare Aussage zu Besucherzahlen
Ob die Kontrollen Auswirkungen auf den Badebetrieb oder das Besucherverhalten hatten, kann der WSV derzeit nicht sagen. Die Besucherzahlen eines Naturbades hingen stark vom Wetter und den jeweiligen Temperaturen ab. Veränderungen unmittelbar auf die Kontrollen zurückzuführen, sei deshalb aus Sicht des Vereins nicht seriös.
Wahrgenommen habe man allerdings, dass das Thema bei einigen Gästen zu Verunsicherung und Diskussionen geführt habe. Der WSV wolle deshalb an einer verlässlichen Lösung für die Erreichbarkeit des Fümmelsees arbeiten. Im Mittelpunkt stehe für den Verein, dass der Fümmelsee weiterhin ein attraktives und gut erreichbares Freizeitangebot für Wolfenbüttel und die gesamte Region bleibt.

