Zwei Nachmittage im Zeichen der Energie- und Ressourceneffizienz


Messkoffer. Foto: Privat
Messkoffer. Foto: Privat | Foto: Privat

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen



Wolfenbüttel. Die Niedersächsische Lernfabrik für Ressourceneffizienz e.V. (NiFaR) und die Regionale EnergieAgentur e.V. (REA) laden am 02. und 09. Juli zum zweiteiligen Seminar „mobile Energiemesstechnik“ ein. Von 14 bis 18 Uhr erfahren die Teilnehmenden in den Räumlichkeiten der NiFaR, Salzdahlumer Straße 46/48 in Wolfenbüttel, wie sie ihren Energieverbrauch messen und den Verbrauch optimieren können. Der nachfolgende Bericht der Energieagentur gibt Aufschluss über Inhalte und Ziele des Seminars.

Material- und Energiekosten sind für Unternehmen wesentliche Wettbewerbsfaktoren. Einsparungen können oftmals durch einen bewussteren Umgang mit Material- und Energieressourcen erreicht werden. Bis zum 05. Dezember müssen Unternehmen, die nicht unter die KMU-Definition der EU fallen, verpflichtende Energieaudits nach DIN EN 16247-1 durchführen oder mit der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 begonnen beziehungsweise ein Umweltmanagementsystem nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) installiert haben. Die Regelung trifft auf Unternehmen zu, die mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen, über 50 Millionen Euro Jahresumsatz erzielen und eine Jahresbilanzsumme von über 43 Millionen Euro erreichen. Wichtiger Bestandteil der Audits ist das Messen von Energieverbräuchen im Unternehmen. Die Niedersächsische Lernfabrik für Ressourceneffizienz e.V. (NiFaR) und die Regionale EnergieAgentur e.V. (REA) laden daher am 02. und 09. Juli zum zweiteiligen Seminar „mobile Energiemesstechnik“ ein.

Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen aus der Region. Die Teilnahmegebühr beträgt 350 Euro pro Person. Mitglieder des Energiemanagement-Clubs der Allianz für die Region GmbH, der NiFaR und der REA erhalten 100 Euro Nachlass. Noch bis zum 29. Juni können sich Interessenten bei Gunnar Heyms unter gunnar.heyms@regionale-energieagentur.de anmelden.

Teilnehmende des Seminars lernen Grundlagen der Energiemesstechnik und Anforderungen aus der Praxis kennen. Anhand von Praxisbeispielen spielen sie verschiedenste Messszenarien durch und erfassen in praktischen Übungen Energieströme und –träger. Hierfür steht ein mobiler Messkoffer, welcher in einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz für die Region GmbH und vom Institut für Produktionstechnik (IPT) der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften entwickelt wurde, zur Verfügung. Der Messkoffer lässt sich mittels Stromzangen und Laborsteckern an fast jedes Gerät anschließen. Neben der elektrischen Leistungsmessung können weitere Messdaten wie Druckluft, Hydraulik oder Temperatur ermittelt werden.

Vorausdenken. Zusammenbringen. Machen. Diese Daten helfen ein energetisches Gesamtbild von Produktionsprozessen zu erstellen. „Die Teilnehmer lernen mit Messfehlern und Ungenauigkeiten umzugehen und Messergebnisse zu interpretieren. Abschließend werden die Messungen nach DIN EN 16247- 1 oder DIN EN ISO 50001 dokumentiert“, erklärt Gunnar Heyms von der Regionalen Energieagentur. Das Messsystem kann im Nachgang tageweise entliehen werden, um Einsparpotenziale im eigenen Unternehmen zu identifizieren und Maßnahmen zur Energieoptimierung zu entwickeln.