Wolfenbüttel

Wolfenbütteler beim Tag der Heimat



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21.09.2014


Wolfenbüttel. Jedes Jahr im September zum „Tag der Heimat“ lädt der Bund der Vertriebenen“ (BdV) zu einer Gedenkveranstaltung ein. Traditionsort ist seit mehreren Jahren die Gasstätte „Gliesmaroder Turm“ in Braunschweig. Aus dem Landkreis Wolfenbüttel waren die Ortsverbände Wolfenbüttel und Sickte vertreten.

Kreisvorsitzender Fritz Folger begrüßte unter den Gästen Bürgermeisterin Friederike Harlfinger und BdV-Landesvorsitzenden Oliver Dix. Unter den zahlreichen Vertretern aus den Verbänden und Landsmannschaften nannte Folger auch Georg Hattwig, Wolfenbüttel und Dieter Lorenz Sickte. Höhepunkt des Jahrestreffen war die Festrede zum bundesweiten Thema: „Deutschland geht nicht ohne uns“. Fritz Folger beschrieb an vielen Beispielen wie Deutschland nach 1945 mit über 14 Millionen Flüchtlingen und Vertriebene gegangen ist.

„Vertrieben und Einheimische haben damals gemeinsam eine außerordentliche Leistung vollbracht“ erinnerte Folger. Persönlichkeiten wie Paul Löbe (SPD), aus Schlesien, Erich Mende (FDP) Oberschlesien, Rainer Barzel (CDU) Ostpreußen, Kurt Schumacher (SPD) Westpreußen haben damals die Bundesrepublik mit geprägt. Bis in die heutige Zeit prägen das Kulturgeschehen noch Menschen deren Wurzeln in den deutschen Ostprovinzen Schlesien, Pommern, Ostbrandenburg, Ost und Westpreußen lagen.

So habe der bekannte Showmaster Thomas Gottschalk oberschlesische Wurzeln, sein Vater stammt aus Oppeln. Der BdV bemühe sich das geschichtlich, bedeutsame Geschehen in Erinnerung zu halten, um damit einen Beitrag mit einzubringen damit immer deutlich bleibe, dass Flucht und Vertreibung keine Mittel sind um friedliches Zusammenleben in Zukunft zu sichern. Der Kreisvorsitzende begrüßte, dass die Bundesregierung beschlossen habe, den 20 Juni zum jährlichen Gedenktag für Flucht und Vertreibung bestimmen. Über viele Aktionen, Initiativen und praktische Beispiele aus der Arbeit des BdV berichtete Folger sehr detailiert. Mit großem Beifall dankten die Delegierten für diese Fleißarbeit. Auch der gemütliche Teil kam nicht zu kurz. Rudolf Stefany mit seiner Singegemeinschaft der Buchenlanddeutschen erfreute mit mehrstimmigen Gesang und bei vielen bekannten Liedern sangen alle mit. Für den musikalischen Rahmen sorgte Olaf Pudelko.


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