Wolfsburg. Erst am gestrigen Mittwoch wurde bekannt, dass der Volkswagen-Konzern zahlreiche Tarifverträge mit der Gewerkschaft IG Metall gekündigt hat. Heute sickert eine andere Meldung durch, die Mitarbeiter des Konzerns aufhorchen und zittern lässt. Offenbar sollen bei der Software-Tochter Cariad 1.000 Stellen gestrichen werden.
Das berichten am heutigen Donnerstag zahlreiche Medien bundesweit – zuerst hatte das Handelsblatt diese Infos veröffentlicht. Cariad mit Hauptsitz in Wolfsburg zählt derzeit rund 4.300 Mitarbeiter. Fast ein Viertel soll demnach künftig laut VW-Plänen wohl wegfallen. Wie der Stellenabbau umgesetzt werden soll, ist derzeit noch völlig offen.
Cariad soll wohl Investitionen drastisch senken
Das Handelsblatt zitiert zudem aus einem internen Papier, wonach Cariad seine Investitionen zwischen 2027 und 2031 um insgesamt rund 6,1 Milliarden Euro senken und zum Anfang des nächsten Jahrzehnts weitere 400 Millionen Euro zur angestrebten Verbesserung des operativen Konzernergebnisses beitragen soll.
Cariad ist laut VW-Angaben ein eigenständiges Automotive-Software-Unternehmen im Volkswagen-Konzern, das die Softwarekompetenzen des Konzerns bündelt und weiter ausbaut. Es betreibt Software-Kompetenzzentren unter anderem in Wolfsburg, Ingolstadt, im Raum Stuttgart, Berlin und München. Die "Automotive Software" der Tochter Cariad steckt im gesamten Konzern und in fast allen Volkswagen-Modellen. Der Konzern werde laut Medienberichten künftig in Sachen Software wohl aber vermehrt auf externe Lösungen setzen wollen.

