Kurz nach Tarifabschluss: Will VW jetzt Unternehmenstochter IAV verkaufen?

Eine Woche nach dem Tarifabschluss, mit dem 2.000 Stellen abgebaut werden soll, gerät IAV jetzt erneut in die Schlagzeilen.

von


Der VW-Konzern will sich wohl von seinen IAV-Anteilen trennen (Symbolbild).
Der VW-Konzern will sich wohl von seinen IAV-Anteilen trennen (Symbolbild). | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Gifhorn. Nach der letzten Schlagzeile vor gut einer Woche hätte der Entwicklungsdienstleister IAV wohl gerne erst mal Ruhe gehabt. Doch es folgt weiter Schlag auf Schlag. Zuletzt hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin, das aber in Gifhorn stark vertreten ist und dort seine größte Niederlassung betreibt, mit einem Tarifabschluss aufhorchen lassen. Wie regionalHeute.de berichtete, werden demnach in den kommenden Jahren mehr als 2.000 Stellen abgebaut. Nun sickert außerdem durch, dass der Volkswagen-Konzern, dem momentan 50 Prozent der Anteile an IAV gehören, diese wohl loswerden möchte.



Bundesweit schreiben jetzt Medien darüber, zuerst hatte exklusiv die Automobilwoche berichtet. Demnach wolle VW sich von seinen IAV-Anteilen trennen. Der mögliche Käufer stehe demnach ebenfalls bereits fest. Das sei die Beratungsgesellschaft Accenture. VW ist derzeit größter IAV-Gesellschafter und besitzt 50 Prozent der Unternehmensanteile. Der IAV GmbH selbst gehören 40 Prozent.

Stellenabbau bei IAV sorgte kürzlich für Aufsehen


Gleichzeitig halte das Unternehmen IAV an seinem angekündigten Stellenabbau fest und wolle die Belegschaft bis Ende 2027 auf 2.970 Beschäftigte reduzieren. Ein entsprechender Tarifabschluss mit der IG Metall wurde in der vergangenen Woche bekannt. Damit werden mehr als 2.000 Stellen bei IAV abgebaut.

Im Mai dieses Jahres sickerten erstmals Pläne zum großangelegten Stellenabbau durch. Damals hieß es auch, dass IAV wohl den Standort Berlin schließen und seine dortigen Mitarbeiter nach Gifhorn verlegen wolle. Von diesen Plänen war aber zuletzt nichts mehr zu hören. Gleichwohl setzt das Unternehmen wohl weiterhin und verstärkt auf seinen Standort in der Südheide.