Befunde aus den Sondage-Grabungen vorgestellt


Fundament des Transformators der (bis 1945) auch den elektrischen Zaun des KZ-Außenlagers mit Strom versorgte. Foto: Stadt Wolfsburg
Fundament des Transformators der (bis 1945) auch den elektrischen Zaun des KZ-Außenlagers mit Strom versorgte. Foto: Stadt Wolfsburg | Foto: Stadt Wolfsburg).

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Wolfsburg. Der Verwaltungsvorstand der Stadt Wolfsburg wurde am heutigen Donnerstag aktuell über Befunde aus den Sondage-Grabungen auf dem Gebiet des ehemaligen KZ-Außenlagers Laagberg informiert. Die steilt die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung mit.


Da dieses Areal als Bodendenkmal eingetragen ist, wurden im Vorfeld für das Projekt Lern- und Gedenkort wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt. Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide: "Die Ergebnisse zum jetzigen Zeitpunkt waren wichtig. Im Dialog mit den Denkmalfachbehörden ist im nächsten Schritt zu erarbeiten, wie die Befunde in den geplanten Lern- und Gedenkort integriert werden können. Dabei hat der Schutz des Kulturdenkmals hohe Priorität."

Gedenkort würde Brücke zu Exponaten schlagen


Während der Untersuchungen wurden das weitestgehend vollständige Fundament des Transformators und die nordöstliche Ecke sowie die westliche Außenkante des Fundaments der Gefangenenbaracke Eins untersucht und freigelegt. Vermutlich konnten auch die bauzeitlichen E-Anschlüsse des Transformators dokumentiert werden, an denen auch der Zaun angeschlossen gewesen war. Zusätzlich zum Streifenfundament der Gefangenenbaracke Eins, welches mit einer Breite von zirka 40 cm den geborgenen Fundamentresten der südlichen Baracke ähnelt, wurden darauf aufgesetzte Betonelemente mit einer Breite von zirka 20 cm gefunden. Dieser Betonrest sitzt schief auf dem Fundament. Es könnte sich dabei um Geländeangleichungen oberhalb des eigentlichen Fundamentbereiches gehandelt haben. Die Baracken selbst waren aus Ziegelsteinen erbaut. Die wesentlichen Gebäude sind damit in ihrer Lage erfasst.


Kulturdezernent Dennis Weilmann: "Diese Befunde sind eine große Chance für die Ausgestaltung des Lern- und Gedenkorts. An historischem Ort könnten sie authentisch erlebbar gemacht werden. Sie würden eine zusätzliche Vermittlungsebene zu den bereits vorhandenen Exponaten der geborgenen Fundamente schaffen. Der Ort würde dadurch noch deutlicher seiner Rolle als Lern- und Gedenkort gerecht werden können." Nach Abschluss der umfangreichen Grabungen müssen die Befunde aus konservatorischen Gründen bis zu einer endgültigen Entscheidung über ihre Verwendung zunächst wieder fachgerecht abgedeckt werden.