Region. Am 10. September 2026 findet wieder der bundesweite Warntag statt. Bund, Länder und Kommunen testen an diesem gemeinsamen Aktionstag die Warnsysteme für den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Der Warntag findet in der Regel jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September statt.
Dabei geht es nicht nur darum, die technischen Warnsysteme zu erproben. Die Bevölkerung soll auch mit den verschiedenen Möglichkeiten vertraut gemacht werden, über die im Ernstfall gewarnt werden kann. Am Warntag wird ab 11 Uhr eine Probewarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes an angeschlossene Warnmultiplikatoren wie Rundfunksender und App-Server verschickt. Von dort gelangt sie zeitversetzt unter anderem auf Fernseher, Radios und Smartphones. In den Ländern und teilnehmenden Kommunen können zusätzlich örtliche Warnmittel wie Sirenen oder Lautsprecherwagen ausgelöst werden.
Braunschweig testet neues Sirenensystem
In Braunschweig wird beim Warntag erstmals das neue Sirenenwarnsystem getestet. Das Netz befindet sich noch im Aufbau, deshalb können derzeit noch nicht alle Sirenen angesteuert werden. Zu hören sind das Warnsignal – ein einminütiger auf- und abschwellender Dauerton – und das Entwarnungssignal mit einem einminütigen gleichbleibenden Ton. Sprachdurchsagen werden beim Warntag 2026 noch nicht getestet.
57 Sirenen in Salzgitter im Einsatz
In Salzgitter werden am 10. September 57 elektronische Hochleistungssirenen im gesamten Stadtgebiet eingesetzt. Die Anlagen können neben den Warnsignalen auch Sprachdurchsagen ausgeben. Zusätzlich kommen mobile Sirenenanlagen für die Warnung und Entwarnung zum Einsatz. Für den Katastrophenschutz ist der Warntag damit zugleich ein Test, ob das gesamte Sirenennetz gleichzeitig funktioniert.
Im Landkreis Gifhorn keine Entwarnung über Sirenen
Im Landkreis Gifhorn werden verschiedene Warnmittel aktiviert. Dazu gehören Radio und Fernsehen, digitale Stadtanzeigetafeln, Cell Broadcast, Warn-Apps, mobile Durchsageanlagen und Sirenen. Die Entwarnung gegen 11:45 Uhr wird allerdings nicht über die Sirenen verbreitet. Das ist im Landkreis aus technischen Gründen derzeit noch nicht möglich. Die Entwarnung erfolgt stattdessen über Warn-Apps und Cell Broadcast.
159 neue Sirenen im Landkreis Helmstedt
Im Landkreis Helmstedt ist das neue Sirenennetz nach rund zwei Jahren Aufbau fertig. Insgesamt wurden 159 neue Sirenen errichtet, programmiert und installiert. Bereits am 5. September gibt es einen zusätzlichen Testalarm, mit dem die Funktionsfähigkeit der Anlagen überprüft wird.
Am eigentlichen Warntag am 10. September beginnt um 11 Uhr die Sirenenwarnung mit einem einminütigen auf- und abschwellenden Ton. Um 11.05 Uhr folgt ein Aufmerksamkeitssignal mit der Sprachdurchsage „Dies ist ein Probealarm“ auf Deutsch und Englisch. Gegen 11.45 Uhr wird mit einem einminütigen gleichbleibenden Ton entwarnt. Um 11.50 Uhr folgt erneut ein Aufmerksamkeitssignal mit der Durchsage „Gefahr vorüber“ in beiden Sprachen.
Auch nach dem Warntag sollen die Sirenen regelmäßig getestet werden: Künftig ist am ersten Samstag jedes Monats um 11 Uhr ein fünf Sekunden langer Test vorgesehen.

