Wolfsburg. Der VW-Konzern steckt in einer tiefen Krise. Am gestrigen Donnerstag beschloss der Aufsichtsrat des Unternehmens den sogenannten Zukunftsplan 2030 – und damit konzernweit das Aus für 50.000 Mitarbeiter. Nun äußert sich der Wolfsburger Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
„Volkswagen steht vor enormen Herausforderungen. Die jetzt getroffenen Entscheidungen werden den Beschäftigten und den Standorten viel abverlangen. Entscheidend ist deshalb, dass Wirtschaftlichkeit, Zukunftsfähigkeit und Beschäftigung nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es ist wichtig, dass nach einer Phase der Unsicherheit nun erkennbar ist, in welche Richtung Volkswagen in den kommenden Jahren gehen will. Für mich bleibt dabei entscheidend: Das Stammwerk Wolfsburg und seine Belegschaft haben die Stärke und das Potenzial, auch künftig die zentrale Rolle im Volkswagen-Konzern zu spielen. Gerade in einer Phase tiefgreifender Veränderungen in der Automobilindustrie ist Planungssicherheit für Beschäftigte, Standorte und auch die Stadt von großer Bedeutung."
Tragfähige Zukunftsperspektiven entwickeln
Und weiter: "Mit dem Beschluss ist nun der Rahmen für die weitere Transformation des Konzerns gesetzt. Transformation kann nur gelingen, wenn es eine verlässliche Perspektive für den weiteren Weg gibt, auch wenn die damit verbundenen Entscheidungen schmerzhaft sein werden. Entscheidend wird nun sein, dass Volkswagen diesen Weg gemeinsam mit den Beschäftigten gestaltet und für seine deutschen Standorte, insbesondere für das Stammwerk Wolfsburg, tragfähige Zukunftsperspektiven entwickelt."
Kampf um jeden Arbeitsplatz
Abschließend heißt es von Dennis Weilmann: "Ich erwarte, dass Volkswagen auch in Zukunft weiter klar zum Standort Deutschland steht. Ich erwarte aber auch, dass auf Bundes- und Landesebene die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit Fahrzeuge in Deutschland auch wettbewerbsfähig entwickelt und gebaut werden können. Unser gemeinsames Ziel ist es, Industriearbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. Wir müssen und werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen.“
