Ein Ort für alle: Wolfsburg eröffnet Bildungszentrum

In der Alessandro-Volta-Straße ist das Zentrum für Teilhabe, Bildung und Zukunftschancen eröffnet worden.

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Symbolfoto | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Wolfsburg. Wer in Wolfsburg einen Bildungsweg sucht – als Kind, als Zugewanderte, als Erwachsener –, soll nicht länger von Amt zu Amt geschickt werden. Mit diesem Anspruch hat die Stadt am Samstag den neuen Standort in der Alessandro-Volta-Straße 11 eröffnet: ein Haus, in dem Volkshochschule, Integrationsreferat, Strategisches Bildungsmanagement, Ganztag und Kindertagesbetreuung erstmals gemeinsam arbeiten.



Der Name ist Programm: Zentrum | Teilhabe, Bildung, Zukunftschancen. Er beschreibt kein Gebäude, sondern eine Arbeitsweise. Eingeweiht wurde das Haus von Oberbürgermeister Dennis Weilmann, der symbolisch das Band durchschnitt. „Die Volkshochschule steht seit 80 Jahren dafür, dass Bildung in Wolfsburg allen Menschen offensteht – unabhängig von Alter oder Herkunft. Mit dem neuen Zentrum geben wir diesem Auftrag einen modernen, zentralen Ort und schaffen zugleich einen Treffpunkt, an dem Menschen zusammenkommen, voneinander lernen und am Leben unserer Stadt teilhaben", betont Weilmann.

Gemeinsam statt nebeneinander


Nach dem Oberbürgermeister sprach Bildungsdezernentin Iris Bothe. Sie ordnete das Zentrum als Ergebnis eines langen Weges ein: 15 Jahre lang war die Volkshochschule auf bis zu fünf Standorte verteilt. Im Jubiläumsjahr ihres 80-jährigen Bestehens sind nun alle Angebote an einem Ort vereint – und zugleich mit den Bereichen verbunden, die Bildung in Wolfsburg steuern. Frühkindliche Bildung, schulischer Ganztag, Integration und Erwachsenenbildung greifen künftig ineinander, statt nebeneinander zu bestehen.

„Bildung endet nicht an der Grenze eines Fachbereichs – Menschen aber erleben genau diese Grenzen, wenn Beratung, Sprachförderung und Weiterbildung an verschiedenen Orten sitzen. Mit diesem Zentrum bringen wir zusammen, was zusammengehört. Das ist keine Frage der Organisation, sondern eine Frage der Haltung: Wir richten die Stadt an den Menschen aus, nicht an unseren Zuständigkeiten", erklärte Bothe. Sie machte zugleich deutlich, dass das Ziel weiterreicht: „Die Stadtbibliothek gehört perspektivisch zu diesem Verbund. Der heutige Tag ist ein großer Schritt – und kein Schlusspunkt."

Bildung als Ort der Teilhabe


Im anschließenden Festakt unter dem Motto Bildung eröffnet neue Räume diskutierte Bothe mit dem niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs über die Zukunft der Erwachsenenbildung und die Rolle von Bildungseinrichtungen als Orte gesellschaftlicher Teilhabe.

Mehr als 500 Gäste beim Tag der offenen Tür


Wie sehr das Konzept trägt, zeigte der Tag der offenen Tür: Über 500 Gäste erkundeten das Haus, probierten digitale Lernangebote mit Virtual-Reality-Brillen und 3D-Druckern aus, verfolgten die Live-Kochshow und nutzten Sprach- und Gesundheitsangebote. Familien kamen bei Kinderschminken, Hüpfburg und Entdecker-Rallye zusammen.

„Die hellen, modernen Räume haben die Besucherinnen und Besucher begeistert", berichtet Björn Bertram, Leiter des Zentrums. „Wichtiger noch: Alle VHS-Angebote sind jetzt an einem Ort – das schafft Nähe, bessere Vernetzung und einen zentralen Ort für Bildung und Begegnung in Wolfsburg."