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Extremer Verkehr: Neue Geschwindigkeitsmessanlage für Lehre

von Janosch Lübke


Die neue Geschwindigkeitsmessung wurde eingeführt. Foto v.l.n.r.: Ortsratsbetreuer Julian Sprenger, Ortsratsmitglied Heike Meyerhof, Ortsbürgermeister Heinrich Köther, Ortsratsmitglieder Diana Siedentopf, Bernd Krüger, Hartwig Möllenberg. Fotos/Video: Janosch Lübke

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09.10.2018

Helmstedt. Als Knotenpunkt zwischen der A39 und der A2 drängt sich in Lehre besonders viel Verkehr durch das Dorf. Eine neu eingeführte Geschwindigkeitsmessung am Ortsausgang Richtung Braunschweig soll nun Aufschluss darüber geben, wie viel Verkehr genau und wie schnell dieser Verkehr durch den Ort kommt. Die Messanlage wurde am heutigen Dienstagabend eingeführt.


"Es vibriert nachts ordentlich. Wenn man das Fenster offen hat, hat man das Gefühl, der LKW fährt ins Bett", so beschreibtRats- und KreistagsmitgliedHeikeMeyerhof im Gespräch mit regionalHeute.de die Situation, mit der sich die Anwohnern an der Berliner Straße in Lehre derzeit plagen müssen. Baustellen auf den Autobahnen sorgen dafür, dass der Verkehr direkt durch den Ort noch einmal zugenommen hat. "Wir haben durch die A39-Baustellen mit dem Pendlerverkehr eine hohe Belastung", stellt OrtsbürgermeisterHeinrich Köther (CDU) heraus.


Auf der Berliner Straße in Lehre schenkt die Anlage jedem Autofahrer, der nicht schneller als mit 50 km/h unterwegs ist, ein Lächeln. Foto: Janosch Lübke


Messanlage wandert durch das Dorf


Durch eine neue Geschwindigkeits-Messanlage am Ortsausgang Richtung Braunschweig soll nun die Frage geklärt werden: Wie viele Autos fahren tatsächlich durch die Ortschaft und wie schnell fließt der Verkehr? Die neue Anlage kostet 2.750 Euro. Gelder, die komplett aus Ortsmitteln genommen wurden. Es ist die zweite Messanlage in der Gemeinde Lehre, wodurch Kosten gespart wurden. Es musste keine neue Software gekauft werden und die Akkus beider Anlagen sind miteinander kompatibel und können jeweils getauscht werden. Zudem soll nicht nur auf der Berliner Straße gemessen werden. Die mobile Anlage wird auch in den Nebenstraßen in Lehre Daten erheben.

"Wir haben genug Tote gehabt"


"Wir wollen die Autofahrer auf die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometer pro Stunde aufmerksam machen", erklärt der Ortsbürgermeister. Sie hätten bereits genug Tote gehabt. "Auf jedem Meter ist hier schon ein Unfall passiert", so Ortsratsmitglied Bernd Krüger. Wer demnächst aus Richtung Braunschweig zu schnell einfährt, wird von der Messanlage mit einem bösen Smiley "bestraft". Empfindlichere Maßnahmen, zum Beispiel durch den Aufbau einen Blitzer-Anlage, könne die Gemeinde Lehre nicht einleiten, da es sich bei der Berliner Straße um eine Landesstraße handele, ergänzt der Ortsbürgermeister zum Schluss.


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