Fachdelegation besucht Partnerstadt Jendouba

Beide Städte arbeiten in der Abfallwirtschaft zusammen.

Besuch der Wolfsburger Fachdelegation beim Gouverneur und Bürgermeister von Jendouba, Wolfsburgs Partnerstadt in Tunesien
Besuch der Wolfsburger Fachdelegation beim Gouverneur und Bürgermeister von Jendouba, Wolfsburgs Partnerstadt in Tunesien Foto: Stadt Wolfsburg

Wolfsburg. Eine Wolfsburger Fachdelegation hat für ein Projekt zur Abfallwirtschaft fünf Tage lang die tunesischen Partnerstadt Jendouba besucht. Der Aufenthalt in Tunesien diene der Weiterentwicklung des gemeinsamen Partnerschaftsprojekts und der Vertiefung der kommunalen Beziehungen, teilte die Stadt am heutigen Mittwoch mit.


Beide Städte arbeiten in den Themenfeldern Kompostierung und Mülltrennung unter Einbindung der Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS) zusammen. Ziel ist eine Neuorganisierung der städtischen Abfallwirtschaft in Jendouba. Um Kompostieranlagen zu etablieren, sei vorab eine Sensibilisierung der Bevölkerung zur Mülltrennung erforderlich, hieß es.

Projekt musste unter Pandemie-Bedingungen starten


Bereits seit Mitte 2020 arbeiten die Kollegen aus Jendouba und Wolfsburg in dem Themenfeld Kompostierung zusammen. Durch die Pandemiesituation tauschten sie ihre Vorstellungen und Ideen seit dem Projektstart in virtuellen Fachgesprächen aus. Herbert Engel, Vorstand der WAS, und Holger Ikas, Abteilungsleiter Abfallwirtschaft der WAS, begleiteten den Fachaustausch nach Jendouba. Neben der Besichtigung des Betriebshofs und der Mülldeponie konnten die Fachexperten Gespräche mit dem Gouverneur, dem Bürgermeister und den Verantwortlichen der Abfallwirtschaft in Jendouba führen. Dabei sei deutlich geworden, dass die Bevölkerung sehr engagiert sei, die Abfallproblematik zu bekämpfen, es jedoch Unterstützung aus der Politik und Verwaltung brauche, hieß es weiter.

"Mit der Projektpartnerschaft im Bereich Abfallwirtschaft möchte die Stadt Wolfsburg im Rahmen des Programms `Kommunale Zusammenarbeit Maghreb - Deutschland` zur Stärkung der Demokratie und der kommunalen Entwicklung im Maghreb beitragen", sagte Oberbürgermeister Dennis Weilmann. "Diese Partnerschaft gewinnt gerade in der Bewältigung der derzeitigen globalen Krisen besonders an Bedeutung."

GIZ und SKEW finanzieren Partnerschaftsprojekt


Das Partnerschaftsprojekt ist Teil der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg. Es wird durchgeführt von der "Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit" in Tunesien (GIZ) sowie "Engagement Global" mit ihrer "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt" (SKEW) im Auftrag des Entwicklungsministeriums (BMZ). Damit wird das Ziel verfolgt, den kommunalen Wissens- und Erfahrungsaustausch in Form von Entwicklungspartnerschaften zu fördern, indem Kleinprojekte in Tunesien, Marokko und Algerien im Bereich der Kommunalentwicklung unterstützt, Maßnahmen gemeinsam konzeptualisiert und im Maghreb umgesetzt werden. Die Projektkosten werden von der GIZ und der SKEW übernommen.


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