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„Freiheit und Leben kann man uns nehmen, 
die Ehre nicht“



„Freiheit und Leben kann man uns nehmen, 
die Ehre nicht“

Die Wolfsburger SPD gedenkt dem Sozialdemokraten Otto Wels
, der vor 89 Jahren das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten abgelehnt hatte.

Walter Fink (SPD-Presse und Öffentlichkeit), Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer (SPD-Unterbezirksvorsitzende), Erich Schubert (SPD-Ortsvereinsvorsitzender) und Marcus Musiol (stellvertretender SPD-Ortsvereinsvorsitzender) (v. li.).
Walter Fink (SPD-Presse und Öffentlichkeit), Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer (SPD-Unterbezirksvorsitzende), Erich Schubert (SPD-Ortsvereinsvorsitzender) und Marcus Musiol (stellvertretender SPD-Ortsvereinsvorsitzender) (v. li.). Foto: SPD

Wolfsburg. Jedes Jahr am 23. März versammeln sich Wolfsburger Sozialdemokraten am Gedenkstein für Otto Wels. In diesem Jahr nahm neben Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Stadtmitte auch die Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer an diesem stillen Gedenken teil. Das berichtet der Ortsverein in einer Pressemitteilung.



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„Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“ Mit diesen Worten begründete Otto Wels am 23. März 1933 das „Nein“ der Sozialdemokraten zum Ermächtigungsgesetz, das einen Tag später verabschiedet werden sollte. Von den 94 Sozialdemokraten, die geschlossen und als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz stimmten, bezahlten 24 von ihnen es mit ihrem Leben. Am 22. Juni 1933 wurde die SPD schließlich durch Reichsinnenminister Wilhelm Frick als „volks- und staatsfeindliche Organisation“ verboten und in die Illegalität gedrängt. Ab 1939 überzogen die Nationalsozialisten danach die Welt mit einem beispielhaften Angriffskrieg und einer millionenfachen Judenvernichtung.



"Mut nicht in Vergessenheit geraten lassen"


Gerade in der heutigen Zeit mit dem brutalen Angriffskrieg von Putin auf die Ukraine sei es der SPD ein besonderes Anliegen, den Mut und die Zivilcourage der Genossinnen und Genossen des Reichstages der Weimarer Republik nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, so die SPD. „Wir sind stolz auf dieses Erbe und ebenso stolz, dass die Stadt Wolfsburg diesem mutigen Mann, stellvertretend für alle SPD-Genossen des Reichstages, einen Platz und einen Gedenkstein gewidmet hat“, so Glosemeyer und Ortsvereinsvorsitzender Erich Schubert.


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