Fallersleben. Laut Bundespolizei kam es am Samstag zu einer gefährlichen Situation in der Nähe des Bahnhofs Fallersleben. Jugendliche hatten offenbar Steine auf die Bahngleise gelegt.
Ein Intercity Express von Amsterdam nach Berlin überfuhr mehrere Schottersteine in der Nähe des Bahnhofs Fallersleben. Der Zug war zu diesem Zeitpunkt mit 140 km/h unterwegs als der Triebfahrzeugführer die aufgelegten Steine erkannte. Er leitete eine sofortige Schnellbremsung ein, konnte das Überfahren allerdings nicht mehr verhindern. Durch die Schnellbremsung wurde keiner der insgesamt 383 Reisenden verletzt. Der betroffene Zug wurde durch einen alarmierten Notfallmanager der Deutschen Bahn AG auf mögliche Beschädigungen untersucht. Hierzu musste die Strecke für eine Stunde gesperrt werden, wodurch es zu Betriebsbeeinträchtigungen kam. Nach der Untersuchung konnte der ICE später seine Fahrt ohne Beschädigungen fortsetzen.
Jugendliche flüchteten mit Fahrrädern
Der Triebfahrzeugführer gab gegenüber Bundespolizisten an, dass er kurz nach dem Überfahren der Steine drei mutmaßliche Jugendliche an der Stelle gesehen habe, die sich schnell mit Fahrrädern entfernten. Eine sofortige Nahbereichsfahndung durch Bundes- und Landespolizei verlief negativ. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet und bittet in diesem Zusammenhang um Zeugenhinweise.
Zeugen des Geschehens werden gebeten sich mit Hinweisen zu der Tat oder den Tätern unter folgender Telefonnummer zu melden: 0511 -303650
Bundespolizei warnt
Ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr ist eine schwere Straftat, die mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet wird. Handlungen, wie das Hindernisse-Bereiten zum Beispiel durch das Auflegen von Gegenständen oder Beschädigen von Anlagen gefährden Leib, Leben sowie wertvolle Güter. Auch fahrlässiges Handeln wird bestraft. Zudem birgt der unerlaubte Aufenthalt auf Bahnanlagen viele Gefahren.

