Wolfsburg. Es war ein Schock für alle Beteiligten. Vor mehr als zwei Wochen ist an einem Sonntag die Kita am Schachtweg nach einer Explosion eingestürzt. Zum Glück war es ein Sonntag – niemand wurde verletzt. Inzwischen hat der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen eine Lösung für die zuvor dort betreuten Kinder gefunden. Nach einem Abriss der verbliebenen Trümmer waren auch Gutachter im Auftrag der Staatsanwaltschaft in der Ruine, um der Ursache für den Einsturz auf den Grund zu gehen.
"Die Arbeiten vor Ort sind mittlerweile abgeschlossen", teilt Oberstaatsanwalt Hans-Christian Wolters auf Anfrage von regionalHeute.de mit. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig habe demnach "zunächst gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion ermittelt."
Vorsatz und Fahrlässigkeit sei ausgeschlossen
Unter Mithilfe von Gutachtern sei nun festgestellt worden, "dass sowohl eine vorsätzliche als auch eine fahrlässige Begehungsweise auszuschließen sind", teilt Wolters mit und fügt an: "Vielmehr dürfte es sich hierbei um einen technischen Defekt gehandelt haben." Laut Gutachten könnte dieser Defekt so entstanden sein: "Ausströmendes Gas, das aus einem unbekannten Gasleck stammte, dürfte durch eine Zündquelle, hier am wahrscheinlichsten durch einen Warmwasserboiler, entzündet worden sein."
Menschliches Fehlverhalten sei laut Oberstaatsanwalt Wolters zu keiner Zeit festgestellt worden, sodass die Ermitteler von einem Unglück durch technischen Defekt ausgehen.

