Wolfsburg. Die Rabenbergstraße wird grunderneuert. Auf Grundlage der Baugrundgutachten und chemischen Analysen sei deutlich geworden, dass die ursprünglich vorgesehene Deckensanierung nicht ausreiche. Neben den sichtbaren Schäden an der Asphaltoberfläche seien auch tieferliegende Schichten betroffen, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung berichtet. Die Stadt setzt die erforderliche grundhafte Erneuerung in mehreren Abschnitten um – der erste Bauabschnitt zwischen der Braunschweiger Straße und der Einmündung Bornhoop startet in diesem Jahr.
„Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir ein weiteres wichtiges Zeichen für eine gute und verlässliche Verkehrsinfrastruktur in Wolfsburg. Nach der kürzlich abgeschlossenen Sanierung des Alexanderbergs in Neuhaus gehen wir nun auch die Erneuerung der Rabenbergstraße an. Davon profitieren vor allem die Anwohnerinnen und Anwohner des Rabenbergs“, unterstreicht Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
„Der Zustand der Rabenbergstraße ist zurzeit nicht gut. Deswegen werden wir die Gelegenheit nutzen, die Straße nicht nur zu sanieren, sondern gleichzeitig auch nachhaltiger und attraktiver zu gestalten. Unser Konzept sieht unter anderem einen ökologischen und barrierefreien Umbau vor“, fasst Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat, zusammen. Die Gesamtkosten der Grunderneuerung belaufen sich dabei auf rund zwei Millionen Euro.
Straßen bleiben erreichbar
Aufgeteilt in zwei Teilbauabschnitte wird zuerst das Stück zwischen der Braunschweiger Straße und der Straße „Am Stemmelteich“ erneuert; anschließend der Abschnitt zwischen „Am Stemmelteich“ und „Bornhoop“. Für beide Abschnitte sind je rund zehn Wochen Bauzeit eingeplant. Die erste Baustelle beginnt ab dem 22. Juni an der Einfahrt zur Rabenbergstraße aus Richtung Braunschweiger Straße kommend und endet an der Straße „Am Stemmelteich“. In diesem Bereich wird die Rabenbergstraße voll gesperrt, sodass ein Durchfahren nicht möglich ist. Für Anlieger bleibt die Straße „Uhlenhorst“ über eine provisorische Baustraße erreichbar. Die Einmündung der Straße „Am Stemmelteich“ wird unter halbseitiger Sperrung ausgebaut, sodass auch diese für Anlieger befahrbar bleibt.
Außerdem wird die Einbahnstraße „Rabenbergstraße“ (vom „Burgwall“ abgehend) zur Sackgasse. Die Einbahnstraßenregelung wird dadurch für die Bauzeit aufgehoben. Der zweite Teilbauabschnitt erstreckt sich dann von der Straße „Am Stemmelteich“ bis zur Straße „Bornhoop“. Auch hier ist die Rabenbergstraße für die gesamte Bauzeit voll gesperrt, sodass ein Durchfahren nicht möglich ist. Beide Straßeneinmündungen („Am Stemmelteich“ und „Bornhoop“) werden jeweils halbseitig erneuert, sodass die Straßen für Anlieger erreichbar bleiben. Sobald der genaue Baustart des zweiten Teilbauabschnitts feststeht, informiert die Verwaltung erneut. Aktuell sei ein Baustart im September geplant.
Parkplätze, Bushaltestellen, Grünflächen
Im Laufe der Jahre hat die Rabenbergstraße aufgrund starker Frost- und Tauwechselperioden große Schäden genommen. Risse, Ausmagerungen und Absackungen sind zu finden. In den Bereichen der Bushaltestellen gibt es zudem starke Verdrückungen der Asphalt- und darunterliegenden Schichten. Deswegen widme sich die Verwaltung nicht nur dem Straßenraum, sondern verbessere im Zuge der Arbeiten auch Parkplätze, Bushaltestellen und die angrenzenden Grünflächen.
In der Straße „Burgwall“ werden zudem die Nebenanlagen umgestaltet und ein Grünstreifen eingefügt. Insgesamt werden im Zuge der Arbeiten rund 700 Quadratmeter Verkehrsfläche entsiegelt und durch Beete und Grünflächen ersetzt. Dies trage nicht nur zur Aufwertung des Stadtbildes bei, sondern sei auch gut für den Wasserhaushalt und verringere den Pflegeaufwand, so die Stadtverwaltung.
Der zweite Bauabschnitt von der Einmündung „Bornhoop“ bis zur Straße „Burgwall“, inklusive der Straße „Burgwall“ bis zur Zufahrt der Einbahnstraße Rabenbergstraße, sei dann für 2027 geplant. Grundsätzlich sei ein kontinuierlicher Bauablauf vorgesehen. Damit sich mögliche Bauverzögerungen durch Witterungseinflüsse nicht auf die Sperrungen beziehungsweise Verkehrseinschränkungen ausdehnen, klammert die Stadt die Winterzeit weitestgehend aus.

