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Ab Sonntag: Stundentakt zwischen Braunschweig und Gifhorn



Braunschweig | Gifhorn

Ab Sonntag: Stundentakt zwischen Braunschweig und Gifhorn

Der dafür nötige Bahnsteig am Bahnhof Rötgesbüttel wurde am heutigen Freitag in Betrieb genommen.

Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (vorne in der Mitte) und Vertreter der Politik bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Bahnsteigs in Rötgesbüttel.
Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (vorne in der Mitte) und Vertreter der Politik bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Bahnsteigs in Rötgesbüttel. Foto: Regionalverband

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Rötgesbüttel. Am heutigen Freitag hat Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann im Beisein einiger Vertreter des Regionalverbandes und der örtlichen Politik den neuen Bahnsteig in Rötgesbüttel offiziell in Betrieb genommen. Damit kann der Stundentakt zwischen Braunschweig und Gifhorn am Sonntag beginnen. Das teilen Die Bahn, der Regionalverband Großraum Braunschweig und das Niedersächsische Verkehrsministerium in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.



„Ich freue mich bereits jetzt auf Dezember. Dann feiern wir hier in Rötgesbüttel mit der Bevölkerung die Inbetriebnahme des Kreuzungsbahnhofs und den damit verbundenen Stundentakt zwischen Braunschweig, Gifhorn und Uelzen“, hatte Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender des Regionalverbandes Großraum Braunschweig, Anfang März optimistisch verkündet. Die große Feier kann aus bekannten Gründen nicht stattfinden, aber das Begegnungsgleis ist fertig, der Stundentakt auf der Strecke RB47 Realität. Von Sonntag an fahren die erixx-Züge zwischen Braunschweig, Gifhorn und Uelzen täglich im geregelten Stundentakt. 38 Züge pro Tag in beide Richtungen werden es von nun an sein. Damit wird ab sofort auf allen Schienen-Strecken im Verbandsgebiet mindestens ein Stundentakt angeboten.

Zahl der Nutzer soll sich deutlich steigern


Mit dem Angebot des Stundentaktes rechnen alle Verantwortlichen damit, dass sich die Zahl der Nutzer in den nächsten Jahren deutlich steigern wird. Weniger mit dem eigenen Auto, mehr mit dem ÖPNV lautet die Devise – auch aus dem niedersächsischen Verkehrsministerium. „Mit einem guten Angebot verbessern wir die Mobilität und überzeugen die Bürgerinnen und Bürger, häufiger auf den Zug umzusteigen“, betont Verkehrsminster Dr. Bernd Althusmann. „Mit dem Stundentakt auf der Strecke von Braunschweig nach Uelzen besteht jetzt eine wirkliche Alternative zur B4. Vor allem Pendler gewinnen Zeit für Ihre Familien und tun gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt.“


Das Land beteiligt sich mit 75 Prozent an den Gesamtkosten in Höhe von knapp 10 Millionen Euro. Die restlichen Kosten übernimmt der Regionalverband.

Beitrag auf das Konto der Starken Schiene


Manuela Herbort, Konzerbevollmächtigte der Deutschen Bahn, ließ ausrichten: „Ich freue mich, dass die Baumaßnahmen in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen werden konnten und das neue Begegnungsgleis in Rötgesbüttel nun mehr Kapazität für die Schiene bringt. Damit können wir einen nächsten Beitrag auf das Konto der Starken Schiene für Deutschland leisten. Dies kommt besonders den Pendlern der Region Braunschweig zu Gute.“ Das zweite Gleis ist genau in Rötgesbüttel notwendig, damit sich hier zwei Züge auf der eingleisigen Strecke begegnen können. Das hatte die Fahrplanberechnung ergeben.

Ein Mittelbahnsteig wurde rund 300 Meter südlich vom alten Bahnsteig gebaut. Dieser ist 140 Meter lang und 55 Zentimeter hoch. Damit ist die Barrierefreiheit hergestellt und Fahrgäste können niveaugleich in die erixx-Züge ein- und aussteigen. Der neue Bahnsteig hat ein taktiles Leitsystem mit dem sehbehinderte Menschen problemlos zum Zug finden. Neue Beleuchtung und Wetterunterstände komplettieren die Ausstattung. Zudem wurden vor Ort mehrere Signale sowie ein Elektronisches Stellwerk neu errichtet.

Süd-Zugang am Bahnhof Rötgesbüttel geplant


Rötgesbüttels Bürgermeister Hermann Schölkmann sprach noch einmal stellvertretend für alle Beteiligten aus: „Endlich ist der Stundentakt da.“ Seine Gemeinde werde im nächsten Frühjahr noch 30 P&R-Plätze in unmittelbarer Nähe zum neuen Zuweg bauen. Außerdem wolle die Gemeinde ein weiteres Baugebiet erschließen und dann auch von Süden einen Zugang zum Bahnhof ermöglichen. Damit hole man den neuen Bahnsteig wieder etwas mehr in die Gemeinde hinein.

Vorteil für Gliesmarode


In einer Pressemitteilung betont der Braunschweiger SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Christos Pantazis die Vorteile für die Anwohner in Gliesmarode: „Da die Züge auf der Strecke Braunschweig – Uelzen ab Sonntag jede Stunde auch im Bahnhof Braunschweig-Gliesmarode halten, der derzeit zu einem Mobilitätsknotenpunkt mit Modellcharakter umgebaut wird, ergeben sich attraktive Umsteigemöglichkeiten. Viele Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aus dem östlichen Ringgebiet, haben durch den Stundentakt nun bessere Möglichkeiten, auch eine Fernreise mit der Bahn bereits in Gliesmarode zu beginnen, nämlich durch einen dortigen Einstieg in den Erixx und einen passenden Umstieg am Hauptbahnhof.“


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