Region. Bester Freund und geliebtes Familienmitglied – zahllose Vierbeiner leben in deutschen Haushalten und sind dabei für ihre Halter weit mehr als nur ein Haustier. Sie sorgen dafür, dass wir ausreichend Bewegung bekommen, egal wie das Wetter ist, begrüßen uns nach einem langen Arbeitstag an der Haustür und bringen uns zum Lachen, auch wenn der Alltag gerade stressig ist. In den Tierheimen unserer Region warten jedoch auch etliche Vierbeiner sehnsüchtig darauf, endlich ihre passenden Menschen zu finden. regionalHeute.de bringt Mensch und Vierbeiner zusammen.
Der Rüde Murphy wohnt derzeit im Tierheim Wolfsburg, weil er seit der Trennung seiner Besitzer nicht mehr alleine bleiben kann.Wie die Tierschützer berichten, hatten sie für Murphy nach einiger Zeit eigentlich schon ein neues Zuhause gefunden – allerdings habe er dort die Frau so stark beschützen wollen, dass er mehrmals nach dem Mann geschnappt habe und dieser sich dann auch quasi nicht mehr in seinem eigenen Zuhause bewegen durfte. Bei Murphy wurde außerdem ein schwerer Herzfehler festgestellt, weswegen er Tabletten bekommt. Ansonsten sei er recht hütehundtypisch unterwegs. Schnelle Bewegungsreize würden ihn zum Hinterherspringen animieren und wenn fremde Leute zu dicht an Frauchen herankommen, dann müsse man natürlich besonders gut aufpassen. Anbellen sei ohnehin immer eine gute Idee. Wenn man eine ruhige Minute mit Murphy erwische, sei er aber sehr kuschelig. Er bettele dann richtig nach Aufmerksamkeit. Für Murphy suchen die Tierschützer möglichst eine alleinstehende Person, die ihm die „Aufpasser-Rolle“ abnimmt, damit er zur Ruhe kommen kann.
Kleine Kämpferin Helvi
Helvi kam als Fundtier ins Tierheim Wolfsburg – ihr Name bedeutet "Kämpferin". Laut Finderin hielt sie sich schon mehrere Tage in einem Waldstück auf, immer an derselben Stelle. Die Frau sammelte sie dann ein und nahm sie erst einmal mit nach Hause. Da dort aber schon eine andere Katze lebte, die keinen neuen Freund haben wollte, kam Helvi ins Tierheim. Da sie in keiner besonders guten körperlichen Verfassung war, als sie dort ankam, fragen sich die Tierschützer immer noch, was mit ihr passiert sein könnte. Helvi war ausgetrocknet, ziemlich dünn, hatte strubbeliges Fell und stank erbärmlich nach Urin. Letzteres könne man sich nicht erklären, denn Helvi gehe sehr brav auf ihre Katzentoilette. Anfangs sei sie etwas skeptisch gegenüber den Tierschützern gewesen, aber sie scheine Menschen zu kennen und sei schon nach kurzer Zeit aktiv auf ihre Pfleger zugekommen, um sich streicheln zu lassen.
Helvi könnte irgendwann einmal wild oder zumindest sehr scheu gewesen sein – jetzt sei sie nur noch etwas unsicher in neuen Situationen, aber nicht wild oder scheu. Ihr Alter sei schwer zu schätzen, sie könnte auch schon älter als 14 Jahre sein. Helvi bekomme mittlerweile etwas für ihre Nieren, ihre Schilddrüse und gegen Schmerzen. Sie liege gerne auf den nackten Fliesen und halte dort ein Nickerchen, habe aber durchaus auch verspielte Momente. Sie sei zudem sehr ordentlich. Helvi lasse sich hochheben und sogar bürsten. Auch gestreichelt werden findet sie gut und sie komme, wenn man sie ruft. Allerdings sei sie schon etwas schwerhörig.
Helvi sucht eine Pflegestelle, am liebsten mit gesichertem Freigang oder einem gesicherten Balkon. Sie scheine keinen großen Wert auf andere Katzen zu legen und aufgrund ihres Verhaltens suche sie wohl auch eher ein Plätzchen ohne Kinder, so die Tierschützer.
So kann man Murphy und Helvi kennenlernen
Wer Helvi oder Murphy nun kennenlernen will, kann sich an das Tierheim Wolfsburg wenden. Die Tierschützer sind dienstags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 05362/51063 erreichbar.
