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Artenschutz: Landtag beschließt "Niedersächsischen Weg"

Damit wurden die bestehenden Gesetze zu Naturschutz, Wasser und Wald geändert - zur Umsetzung von mehr Artenschutz.

Umweltminister Olaf Lies lobt den Niedersächsischen Weg.
Umweltminister Olaf Lies lobt den Niedersächsischen Weg. Foto: Marvin König

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10.11.2020

Region. Der Niedersächsische Landtag hat am heutigen Dienstag die Gesetze zu Naturschutz, Wasser und Wald geändert und den "Niedersächsischen Weg" einstimmig beschlossen. Dies berichtet das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in einer Pressemitteilung. Umweltminister Olaf Lies lobt den Kompromiss zwischen Bauern. Politik und Wirtschaft und fordert jeden Einzelnen auf, sich für Artenschutz und -vielfalt einzusetzen, beispielsweise durch die Vermeidung von Schottergärten.



"Das ist ein echtes Aufbruchssignal für mehr Natur- und Artenschutz", sagte Umweltminister Olaf Lies. "Der Landtag hat mit breiter Zustimmung das Gesetzespaket beschlossen. Das ist ein großer Erfolg und ein großer Ansporn, jetzt nicht nachzulassen." Mit den Gesetzen gebe es nun eine verlässliche und verbindliche Grundlage für die Maßnahmen und Programme des Niedersächsischen Weges, heißt es aus dem Umweltministerium.

Politik, Landwirtschaft und Naturschutz hätten über Monate hinweg in einem beispiellosen Marathon verhandelt und so dem Natur- und Artenschutz in Niedersachsen eine neue Richtung gegeben. „Aus Gegnern sind Partner geworden, Landwirtschaft und Naturschutz sind große Schritte aufeinander zu gegangen", sagte der Minister. Das gemeinsame Ziel, Biodiversität und Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln, habe zu einem einzigartigen Gesellschaftsvertrag geführt. "Das ist nicht nur ein Signal an die Landwirtschaft, sondern an uns alle."

So könne zum Beispiel beim wöchentlichen Lebensmitteleinkauf auf saisonale und regionale Produkte zurückgegriffen werden. "Unsere Lebensmittel sind etwas wert und sollten nicht verramscht oder gar weggeworfen werden!" Und auch Schottergärten und Plastikhecken erteilte der Minister eine klare Absage: "Gärten mit Stauden, Büschen und Wildblumen machen kaum mehr Mühe und sind wahre Oasen für Insekten. Jeder Einzelne kann etwas ändern und damit zugleich unsere Artenvielfalt und die Umwelt schützen."

Die Partner im Niedersächsischen Weg hatten Änderungen für das Naturschutzgesetz, für das Wasser- und das Waldgesetz erarbeitet. In unzähligen zum Teil kontrovers geführten Verhandlungen wurden zudem Eckpunkte zur Umsetzung vereinbart

"Unser Ziel war und ist es, den drohenden Artenschwund zu stoppen", sagte der Minister. Dass wir jetzt so schnell eine gesetzliche Grundlage haben, ist fantastisch - wir haben extrem viel erreicht, wir sind verlässlich und wir sind weitaus schneller, als man uns zugetraut hat. Das ist ein echter Erfolg für den gemeinsamen Weg, und darauf bin ich stolz."



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