Braunschweig. Zu einem Zwischenfall kam es am heutigen Montagmorgen auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr in der Tunicastraße. Wie die Polizei auf Anfrage bestätigt, fiel dabei auch mindestens ein Schuss.
Ein Mann habe gegen 7:30 Uhr das Feuerwehrgrundstück widerrechtlich betreten, berichtet Polizeisprecher Sascha Repp. Der Aufforderung, das Gelände zu verlassen, sei er nicht nachgekommen. Der Mann habe die Feuerwehrleute bedroht, eine Waffe gezogen und mindestens einen Schuss abgegeben. Dann sei er auf einem Fahrrad in Richtung Innenstadt geflohen.
"Keine Gefährdung"
Nach dem Fund einer Patronenhülse gehe man davon aus, dass es sich bei der Waffe um eine Schreckschusspistole handele. Verletzt wurde niemand, so Repp weiter. Es habe auch keine Gefährdung der Feuerwehrleute vorgelegen.
Fahndung läuft
Die Identität des Mannes sei noch nicht geklärt. Auch die Ermittlungen zu möglichen Motiven, warum der Mann bei der Feuerwehr auftauchte, seien noch am Anfang. Derzeit werde nach dem Unbekannten gefahndet. Die Schreckschusswaffe habe er vermutlich noch bei sich, erklärt der Polizeisprecher.
Aktualisiert (Dienstag, 7:40 Uhr)
Am Dienstag teilt die Polizei in einer Pressemeldung mit, dass die flüchtige Person im Rahmen einer intensiven Fahndung nicht mehr ausfindig gemacht werden konnte. Anhand von Zeugenaussagen und nach Bewertung aller Tatsachen werde nicht von einer andauernden Gefährdungslage ausgegangen.
Schutzmaßnahmen getroffen
Trotzdem seien in engem Austausch mit der Feuerwehr Maßnahmen getroffen worden, die zum Schutz aller Feuerwehrbediensteten beitragen sollen. Die Ermittlungen, nach der Einleitung von Strafverfahren wegen Bedrohung, Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Waffengesetz, dauerten an.

