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Beschlossen: Landkreis bekommt neuen Klimaschutzbeauftragten



Wolfenbüttel

Beschlossen: Landkreis bekommt neuen Klimaschutzbeauftragten

von Nick Wenkel


Die Mitglieder des Kreistages stimmten in ihrer Sitzung für einen neuen Klimaschutzbeauftragten. Foto: Nick Wenkel/Pixabay
Die Mitglieder des Kreistages stimmten in ihrer Sitzung für einen neuen Klimaschutzbeauftragten. Foto: Nick Wenkel/Pixabay

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Wolfenbüttel. Mit einer Mehrheit von gerade einmal drei Stimmen hat der Kreistag in seiner gestrigen Sitzung der Einstellung eines Klimaschutzbeauftragten für den Landkreis Wolfenbüttel zugestimmt. Vorausgegangen war der Entscheidung ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.



Vorgesehen ist die neue Stelle eines Klimaschutzmanagers, um auf der Basis des Klimaschutzkonzepts die Arbeit der Gebäudewirtschaft, zum Beispiel die Instandhaltungen, Sanierungen, Unterweisungen und Schulungen, durch zusätzliche Kapazitäten zu unterstützen und zu entlasten, begründete die Grünen-Fraktionen ihren Antrag. „Mit dem Klimaschutzteilkonzept für die Liegenschaften des Landkreises liegt die Grundlage für die systematische energetische Sanierung vor. Die Einsparpotenziale für Energie, Treibhausgase und laufende Kosten sind erheblich und dem Kreistag vorgestellt worden. Für das Management der schrittweisen Umsetzung sind in der Verwaltung nicht die notwendigen Kapazitäten vorhanden, daher ist ein auf diese Arbeit spezialisierter Klimaschutzmanager notwendig", heißt es in der Begründung von Bündnis 90/Die Grünen.

„Ein ordentlicher Batzen Geld"


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Björn Försterling. Foto: Nigel Treblin




Auf heftigen Gegenwind traf der Antrag dabei vor allem bei der FDP. Björn Försterling (FDP) rechnete vor: „Wenn 30.000 Euro der Anteil des Landkreises sind und 65 Prozent sollen nebenfinanziert werden, dann reden wir hier über ein Arbeitgeberbrutto von 85.000 Euro für einen Klimaschutzmanagers des Landkreis Wolfenbüttel." Der FDP-Politiker hinterfragte daher, ob sich eine solch hohe Investition rentieren würde. „Das ist schon ein ordentlicher Batzen Geld für einen Klimaschutzbeauftragten, der die Landkreisgebäude kontrolliert, ob eventuell die Heizung an ist, wo auch ein Fenster geöffnet ist." Försterling riet dazu, das Geld lieber in Bäume oder Blühstreifen zu investieren, als einen Klimaschutzmanager „für teures Geld einzustellen, der jahrelang durch den Landkreis fahren wird." Der Antrag der Grünen sei nicht zu Ende gedacht, was „wieder typisch" sei, so Försterling abschließend.

Dem Antrag der Grünen wurde anschließend jedoch mehrheitlichzugestimmt - CDU, FDP und AfD stimmten dagegen.


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