Bis zu 50.000 Euro: So teuer kann ein bestimmtes Tier im Garten werden

Besonders im Sommer kann sich glücklich schätzen, wer einen Garten hat. Doch ein bestimmtes Tier kann Gartenbesitzer unter Umständen teuer zu stehen kommen.

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Symbolbild. | Foto: Pixabay

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Region. Der Sommer hat auch in der Region längst Einzug gehalten. Nach einer Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad haben sich die Werte mittlerweile auf ein erträgliches Maß eingependelt. Gartenbesitzer können die Sonne dabei besonders genießen – doch ein bestimmtes Tier kann die Freude am eigenen Grün gewaltig trüben.



Wer einen Garten sein Eigen nennen kann, weiß, wie viel Arbeit in so einem kleinen Paradies steckt. Zu tun gibt es eigentlich immer etwas, doch besonders die warme Jahreszeit ist oftmals pflegeintensiv. Sträucher und Gehölze wollen im Zaum gehalten werden, im Gemüsebeet steht die Ernte von Tomaten, Erbsen und Salaten an und auch der Rasen muss regelmäßig gemäht werden. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn das liebevoll gepflegte Kleinod plötzlich von braunen Erdhügeln übersät ist.

Braune Erdhaufen sind ein Ärgernis für viele Hobbygärtner.
Braune Erdhaufen sind ein Ärgernis für viele Hobbygärtner. Foto: Pixabay



Baumeister am Werk


Verantwortlich für diese unfreiwillige Umgestaltung sind meist Maulwürfe. Die kleinen Säugetiere graben unterirdisch ein weit verzweigtes Netz aus Gängen, Schlaf-, Nest- und Vorratskammern – der entstehende Auswurf wird dann kurzerhand nach oben befördert. Maulwurfshügel dienen jedoch nicht nur der Entsorgung von Baumaterial, sie haben auch einen anderen wichtigen Zweck für die Tiere: Sie sorgen für Belüftung in ihren Bauten. Deshalb ist es laut NABU auch nicht sinnvoll, die Hügel einfach plattzutreten – der Maulwurf wird an anderer Stelle einfach wieder neue aufwerfen, um nicht zu ersticken.

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Symbolbild. Foto: Pixabay



Bußgeld von bis zu 50.000 Euro droht


Doch wie wird man den ungebetenen Gast im Garten los? Wer daran denkt, die Tiere zu fangen, um sie anderswo wieder auszusetzen oder sie gar zu töten, sollte sich das gut überlegen. Maulwürfe gehören laut dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu den besonders geschützten Arten, weshalb in Niedersachsen für das Fangen, Verletzen oder Töten eines Maulwurfs ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro verhängt werden kann.


So kann man Maulwürfe vertreiben


Gartenbesitzer, die keine Lust auf die unfreiwillige "Wohngemeinschaft" haben, können Maulwürfe laut NABU jedoch mit ganz natürlichen, sanften Methoden vertreiben. So könne es hilfreich sein, Holzpfähle in die Erdhaufen zu schlagen und regelmäßig sowie kräftig dagegenzuschlagen. Das störe die empfindlichen Ohren der Tiere und sie würden schnell das Weite suchen. Auch ein Sud aus Lebensbaumnadeln, Holunder oder Knoblauch, in kleineren Mengen in die Gänge geträufelt, soll helfen.

Der Maulwurf kann auch nützlich sein


Wenn man von den unschönen Erdhügeln einmal absieht, können Maulwürfe im Garten allerdings auch eine echte Bereicherung sein, denn die Tiere sind echte Schädlingsvernichter: Auf ihrem Speiseplan stehen Raupen, Schnecken, Engerlinge und andere Insektenlarven ebenso wie Spinnen und Mäuse. Zudem vertreiben Maulwürfe Wühlmäuse. Ihre Tunnel und Gänge tragen außerdem zur optimalen Durchlüftung und Auflockerung des Bodens bei, und ihre unterirdischen Röhren wirken wie ein Drainagesystem. Gute Gründe also, den kleinen pelzigen Nachbarn weiter graben zu lassen.

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