Garagenbrand während Unwetter - Nächtlicher Einsatz für die Feuerwehr

Oberstes Ziel sei es gewesen, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf das Wohnhaus zu verhindern.

Hat hier der Blitz eingeschlagen? Die Brandursache wird noch geprüft.
Hat hier der Blitz eingeschlagen? Die Brandursache wird noch geprüft. | Foto: Roland Vasel / Freiwillige Feuerwehr Gifhorn

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Gifhorn. In der Nacht zu Dienstag, gegen 0:40 Uhr, wurden die Feuerwehren aus Gifhorn, Wilsche und Neubokel zu einem gemeldeten Garagenbrand in den Michendorfer Weg in der BGS-Siedlung in Gifhorn alarmiert. Über den Einsatz berichtet die Freiwillige Feuerwehr Gifhorn in einer Pressemitteilung.



Beim Eintreffen des Einsatzleiters Mark Schulze drang bereits dichter schwarzer Rauch aus dem Garagentor. Aufgrund der Lage wurde umgehend ein Löschangriff unter Atemschutz eingeleitet.

Garagentor mit Säbelsäge geöffnet


Während ein Trupp unter Atemschutz von der Gebäuderückseite zur Brandbekämpfung in die Garage vorging, verschaffte sich ein weiterer Trupp über die Vorderseite Zugang. Hierzu wurde das Garagentor mithilfe einer Säbelsäge geöffnet. In der Garage befand sich ein abgestelltes Auto, das durch das Feuer bereits erheblich beschädigt worden war. Nach dem Öffnen des Tores wurde das Fahrzeug mit Muskelkraft aus der Garage geschoben, um verbliebene Glutnester gezielt ablöschen zu können.

Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung des Brandes auf das unmittelbar angrenzende Wohngebäude verhindert werden, so die Feuerwehr. Der Brand blieb auf die Garage begrenzt. Alle Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen und blieben unverletzt.

Übergreifen auf das Wohnhaus verhindert


„Beim Eintreffen war bereits eine deutliche Rauchentwicklung aus der Garage sichtbar. Unser oberstes Ziel war es, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf das Wohnhaus zu verhindern. Das ist durch das schnelle Vorgehen unserer Einsatzkräfte gelungen“, erklärte Einsatzleiter Mark Schulze.

Im Anschluss an die Löscharbeiten kontrollierten die Einsatzkräfte den gesamten betroffenen Bereich mithilfe einer Wärmebildkamera. Dabei wurden verbliebene Glutnester gezielt abgelöscht.

Gasleitung beschädigt


Während des Brandes wurde zudem eine Gasleitung innerhalb der Garage beschädigt. Durch das zügige Schließen des Gashaupthahns konnte das Austreten von Gas schnell unterbunden und eine weitere Gefährdung ausgeschlossen werden.

Unter der Leitung von Mark Schulze waren rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Gifhorn, Wilsche und Neubokel im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren Kräfte des Rettungsdienstes sowie der Polizei.

Weiterer Einsatz


Noch während des laufenden Brandeinsatzes wurde die Freiwillige Feuerwehr Gifhorn über Funk zu einer weiteren Einsatzstelle alarmiert. In einem Wohngebäude musste eine Tür geöffnet werden, da ein Bewohner diese aus eigener Kraft nicht mehr öffnen konnte. Gemeinsam mit dem Betroffenen gelang es den Einsatzkräften, einen Ersatzschlüssel aufzufinden und die Tür gewaltfrei zu öffnen. Anschließend übernahm der Rettungsdienst die medizinische Versorgung der Person.

Der Garagenbrand ereignete sich während eines über Gifhorn ziehenden Unwetters. Trotz der zusätzlichen Herausforderungen durch Starkregen und Wind konnten beide Einsätze zügig und erfolgreich abgearbeitet werden. Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Themen zu diesem Artikel


Polizei Gas Wetter Feuerwehr Feuerwehr Gifhorn