Ab Mittwoch: Stadthalle wird wieder Impfzentrum

Eine Terminvergabe findet nicht statt. Es sollen hier bis zu 1.000 Impfungen am Tag möglich sein.

von Alexander Dontscheff


Dr. Karl Wessel, Dr. Ulf Hilger, Dr. Thorsten Kornblum, Dr. Christine Arbogast und Amra Adi-Ihssen (medizinische Leitung) (v. li.).
Dr. Karl Wessel, Dr. Ulf Hilger, Dr. Thorsten Kornblum, Dr. Christine Arbogast und Amra Adi-Ihssen (medizinische Leitung) (v. li.). Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Ab dem morgigen Mittwoch wird in der Braunschweiger Stadthalle wieder geimpft. Das teilte die Stadt am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Damit reagiere man auf den gestiegenen Bedarf. Zunächst arbeiten zwei der vier mobilen Impfteams in der Stadthalle, wo sowohl Booster- als auch Erst- und Zweitimpfungen angeboten werden.


Lesen Sie auch: Coronaregeln in Niedersachsen werden verschärft - Nicht nur für Ungeimpfte


Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum stellte noch einmal fest, dass es ein großer Fehler gewesen sei, die Impfzentren im September zu schließen. Nun habe sich - auch angesichts der sich zuspitzende Lage - gezeigt, dass die Hausärzte allein, den Impfbedarf nicht decken können. Die Stadt Braunschweig habe derzeit vier mobile Impfteams, von denen zwei in der Stadthalle eingesetzt werden und zwei im Bereich der Schlossarkaden aktiv sind. Hier sollen künftig nur noch Erstimpfungen durchgeführt werden. Man plane, die Zahl der Impfteams auf sieben zu erhöhen. Vielleicht schon in der kommenden Woche, berichtete Dr. Ulf Hilger, organisatorischer Leiter des Impfzentrums.

Lesen Sie auch: 349 Corona-Neuinfektionen und fünf Todesfälle - Inzidenz steigt weiter


Keine Terminvergabe


Allerdings könne man das reaktivierte Impfzentrum in der Stadthalle nicht mit dem gleichsetzen, was dort von Dezember bis September geleistet wurde, betonte Dr. Kornblum. Es fehle die Unterstützung vom Land. So gebe es keinerlei Terminmanagement. Das bedeutet, die Impfwilligen können einfach während der Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr) vorbeikommen und sich impfen lassen. Wie Dr. Karl Wessel, medizinischer Leiter des Impfzentrums betonte, sollte man bei der Boosterimpfung aber darauf achten, dass bereits sechs Monate seit der letzten Impfung vergangen sind. Ein Schwerpunkt sollte schon bei den Alten und Vorerkrankten liegen. Man werde aber keinen wegschicken, der berechtigt ist. Verimpft würden die Wirkstoffe von Biontech und Moderne, je nachdem was geliefert werde. Wessel betonte, dass der Impfstoff von Moderna mindestens genauso effektiv sei wie der von Biontech.

Lesen Sie auch: Masken wieder auf: Niedersachsen verschärft Coronaregeln auch für Grundschulen


Die Impfkabinen sind noch vorhanden.
Die Impfkabinen sind noch vorhanden. Foto: Alexander Dontscheff


Die Struktur des Impfzentrums müsse jetzt erst wieder aufgebaut werden, erklärte Gesundheitsdezernetin Dr. Christine Arbogast. Man gehe dann von etwa 1.000 Impfungen am Tag aus, die hier geleistet werden könnten. In Spitzenzeiten des alten Zentrums waren es 2.300. Daneben gebe es in Braunschweig 175 Arztpraxen, die Impfungen durchführten. Derzeit würden fünf Schwerpunktpraxen eingerichtet, die auch andere Patienten als die eigenen impfen. Zudem dürfe man nicht die Betriebsärzte vergessen, die auch einiges abnehmen würden. Letztlich hoffe man, dass auch die Facharztpraxen wieder mit einsteigen.


mehr News aus Braunschweig

Themen zu diesem Artikel


Schule Schule Braunschweig Schloss-Arkaden