Bank-Betrug im Großen Stil - Drei Männer erbeuten über 270.000 Euro

Mit geklauten Daten und falschen Identitäten machten drei junge Männer reiche Beute. Jetzt stehen sie vor Gericht.

Die Angeklagten verschafften sich im Darknet falsche Identitäten. Symbolbild
Die Angeklagten verschafften sich im Darknet falsche Identitäten. Symbolbild | Foto: Pixabay

Braunschweig. Am morgigen Mittwoch beginnt vor dem Braunschweiger Landgericht der Prozess gegen drei junge Männer, denen mehrfacher gewerbsmäßiger Betrug im Zeitraum von Juni bis Dezember 2018 vorgeworfen wird. Sie sollen dabei über 270.000 Euro erbeutet haben. Das teilt das Landgericht in einer Presseankündigung mit.


Den 31-jährigen und 28-jährigen Angeklagten, die sich beide in Untersuchungshaft befinden, wird gewerbsmäßiger Betrug in sechs Fällen (davon ein Versuch) vorgeworfen, einem 29-Jährigen Betrug in drei Fällen (davon ein Versuch). Über das Darknet hätten die Angeklagten sich Ausweisdokumente verschafft. Unter der falschen Identität seien dann Bankkonten bei der BNP Paribas Bank S. A. eröffnet worden. Die auf den Ausweispapieren verwendeten Aliasnamen seien teilweise identisch gewesen mit den Namen von echten Kunden anderer Banken. Anschließend hätten die Angeklagten unter Nennung der persönlichen Daten der Kontoinhaber, die sie zuvor gestohlen hatten, und Verwendung des telefonischen Notfallkennworts gegenüber der Bank telefonische Überweisungsaufträge auf die von ihnen neu errichteten Konten erteilt.

30.000 Euro durch einen Kredit erschlichen


So wurden mehrere Überweisungen im sechsstelligen Eurobereich veranlasst. Zwar konnten die Banken, nachdem der Betrug herausgekommen war, Teilbeträge der überwiesenen Summen zurück transferieren, doch der Großteil blieb bei den Angeklagten. In einem weiteren Fall sei von den drei Angeklagten unter Verwendung eines falschen Namens ein Kredit für ein Auto in Höhe von 30.000 Euro bei der DSL-Bank beantragt worden. Der Betrag sei ebenfalls auf das Konto bei der BNP Paribas Bank S. A. überwiesen worden. Insgesamt hätten die beiden Haupttäter durch die sechs Straftaten einen Betrag in Höhe von 265.362,96 Euro erbeutet, der 29-jährige Angeklagte gemeinsam mit einem gesondert Verfolgten einen Betrag in Höhe von 8.000 Euro.

Fortsetzungstermine sind für den 23. und 27. April sowie den 13. Mai angesetzt.


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