Betrüger ergaunern über 130.000 Euro mit Phantom-Schrott


Der Schrott wurde einfach doppelt abgerechnet. Symbolfoto: regionalHeute.de
Der Schrott wurde einfach doppelt abgerechnet. Symbolfoto: regionalHeute.de | Foto: Alec Pein

Braunschweig. Am heutigen Montag beginnt vor dem Landgericht Braunschweig der Prozess gegen zwei Angeklagte, denen gemeinschaftlich begangener gewerbsmäßiger Betrug in 20 Fällen vorgeworfen wird. Wie das Landgericht berichtet, sollen die beiden Schrottlieferungen berechnet haben, die es so gar nicht gab.


Ein 55-jähriger Inhaber einer Schrott- und Metallhandlung soll im März 2013 gemeinsam mit einem 59-jährigen LKW-Fahrer bei einer Recyclingfirma einen gemeinsamen Plan gefasst haben. Demnach habe man bei der Straßenfahrzeugwaage der Hafenbetriebsgesellschaft angebliche Schrottlieferungen der Firma des 55-Jährigen erzeugt, um diese anschließend unberechtigter Weise abrechnen zu können. Dazu sei der 59-Jährige mit Schrott von anderen Firmen auf die Straßenfahrzeugwaage gefahren und dieser Schrott sei doppelt, also auch für die Firma des 55-jährigen Angeklagten eingewogen worden. Die dabei erzeugten Wiegenoten seien bei der Firma BSH Braunschweiger Schrotthandel GmbH zwecks Vergütung eingereicht worden. Nach Einreichung der Wiegenoten habe die BSH Braunschweiger Schrotthandel GmbH Gutschriften zugunsten der Firma des 55-jährigen Angeklagten erteilt und anschließend den berechneten Betrag ausgezahlt. Insgesamt sei es dadurch zu unrechtmäßigen Zahlungen in Höhe von über 130.000 Euro gekommen.

In einem Fall (Dezember 2013/Januar 2014) habe der 59-jährige angeklagten Fahrer fünf Doppelwiegungen von Schrottlieferungen zugunsten der Firma des 55-Jährigen vorgenommen. Die dadurch errechneten Gutschriften in Höhe von insgesamt 10.600 Euro seien jedoch nicht mehr zur Auszahlung gekommen.

Fortsetzungstermine sind für den 4. und 6. November angesetzt.


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