BRAWO OPEN 2026: So liefen die Viertelfinale

Es waren mehrere deutsche Spieler im Rennen. Auch Doppel wurde gespielt.

Der Franzose Hugo Gaston erreichte als letzter Spieler das Halbfinale.
Der Franzose Hugo Gaston erreichte als letzter Spieler das Halbfinale. | Foto: Debbie Jayne Kinsey

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Braunschweig. Es geht auf die Zielgerade bei den BRAWO OPEN 2026 auf dem idyllischen BTHC-Gelände in Braunschweig. Bei herrlichen sommerlichen Temperaturen wurden am heutigen Freitag vier Viertelfinal-Einzel und ein Halbfinal-Doppel beim ATP 125 Challenger Turnier auf zwei Courts gespielt. Darüber berichtet die Brunswiek Marketing GmbH in einer Pressemitteilung.



Vor zwei Tagen hatte sich der 18-jährige Diego Dedura die Drei-Satz-Niederlage seines deutschen Landmanns Max Hans Rehberg, gegen den 30-jährigen Deutsch-Engländer Jan Choinski (ATP 100) live genau angesehen. Heute musste der Linkshänder selbst zum High Noon, um 12 Uhr mittags, auf dem gut besuchten Tenzer Center Court gegen Choinski antreten. Mit viel Energie und Kämpferherz stellte sich Dedura der schwierigen Aufgabe und war im ersten Satz gleichwertig.

"Mächtiges Tennis gespielt"


Im Laufe des Matchs schaltete Choinski aber einen Gang höher, dominierte mit vielen sauberen, präzisen und harten Schlägen das Geschehen – und gewann verdient mit 6:4, 6:1. „Ich habe heute mächtiges Tennis gespielt. Das Level der Spieler ist hier sehr dicht beieinander. Braunschweig ist eines der schönsten und einzigartigsten Challenger. Bereits vor zwei Jahren bin ich bis ins Viertelfinale gekommen und nun sehr glücklich, dass ich im Halbfinale stehe“, kommentierte Jan Choinski im anschließenden On-Court-Interview.

Jan Choinski siegte gegen den 18-jährigen Diego Dedura.
Jan Choinski siegte gegen den 18-jährigen Diego Dedura. Foto: Debbie Jayne Kinsey


Dreistündiger Dreisatz-Kampf


Parallel dazu entwickelte sich auf dem Clamex Court eine äußerst ausgeglichene und schweißtreibende Auseinandersetzung zwischen dem Serben Laslo Djere (ATP 225) und dem Spanier Daniel Rincon (ATP 271). Djere hatte zuvor Gonzalo Bueno aus Peru und den Deutschen Max Schönhaus ausgeschaltet. Rincon besiegte zuvor den Deutschen Tom Gentzsch und den Österreicher Sebastian Ofner. Der bewegliche Linkshänder Rincon und der eher ruhig-statisch wirkende Djere lieferten sich einen zermürbenden dreistündigen Kampf, den der spanische Sandplatzspezialist, der mehr Ausdauer zeigte, mit 6:7, 6:4, 6:3 gewann.


Deutsches Top-Talent gescheitert


Eine der größten Überraschungen im Viertelfinale der BRAWO OPEN 2026 ist das deutsche Top-Talent Niels McDonald. Heute musste der 18-jährige McDonald, der 2025 die Juniorenausgabe der French Open gewann, mit einer Wildcard vom Deutschen Tennis Bund (DTB) antritt und gestern den Amerikaner Keegan Smith (ATP 246) in zwei Sätzen aus dem Turnier warf, gegen Facundo Diaz Acosta (ATP 127) spielen. Und dieser war ein ganz anderes Kaliber.


Facundo Diaz Acosta triumphierte über das deutsche Top-Talent Niels McDonald.
Facundo Diaz Acosta triumphierte über das deutsche Top-Talent Niels McDonald. Foto: Debbie Jayne Kinsey


Der Argentinier hatte zuvor den Deutschen Rudolf Molleker und den Litauer Vilius Gaubas (ATP 129) aus dem Turnier geworfen. Nun war Niels McDonald dran. Der Youngster hielt zwar zu Beginn gut dagegen, konnte dem wendigen, schnellen und schlagstarken Diaz Acosta aber nicht genug entgegensetzen. Dieser beendete das Match auf dem vollbesetzten Tenzer Center Court mit einem gefühlvollen Stopp und dem Endergebnis von 6:3, 6:2. „Ich habe mich sehr gut gefühlt, auch wenn es ein sehr intensives Match war“, erklärte Diaz Acosta, der in diesem Jahr bereits vier Challenger gewonnen hat – und nun seinen fünften Challenger-Turniersieg anstrebt.

Franzose macht Halbfinale komplett


Das letzte Viertelfinal-Einzel des Tages bestritten der an Nummer 8 gesetzte, 25-jährige Franzose Hugo Gaston (ATP 117), der gestern den 19-jährigen Mika Petkovic in drei Sätzen besiegt hatte, gegen Marvin Möller (ATP 372), der gestern Abend den an Nummer 2 gesetzten Adolfo Daniel Vallejo (ATP 72) ausschalten konnte. Der bullige, nur 1,73 Meter große Gaston, zeigte auch heute sein reichhaltiges Repertoire an konventionellen und immer wieder überraschenden, unorthodoxen Schlägen auf dem Tenzer Center Court.

Mit viel Ruhe, Erfahrung und Klasse besiegte er den ausgepumpt wirkenden Möller mit 6:2, 6:4 und erreicht damit als vierter und letzter Spieler das morgige Halbfinale am Samstag, 11. Juli, der BRAWO OPEN 2026.

Souverän ins Doppel-Finale


Das Halbfinal-Doppel des Tages bestritten am Mittag das brasilianische Duo Orlando Luz und Rafael Matos gegen den Polen Filip Pieczonka und den Tschechen Michael Vrbensky. Die bei den BRAWO OPEN 2026 an Nummer 1 gesetzten Brasilianer machten ihrer Positionierung im Teilnehmerfeld erneut alle Ehre: Das perfekt eingespielte Duo siegte souverän mit 6:2, 6:2 und steht am Sonntag verdient im Finale der BRAWO OPEN 2026.

Zwei Halbfinal-Einzel und ein Halbfinal-Doppel werden am Samstag gespielt Auf dem Tenzer Center Court spielen im Doppel ab 12 Uhr Arthur Reymond (FRA) / Luca Sanchez (FRA) vs. Marcelo Demoliner (BRA) / Matej Vocel (CZE). Daniel Rincon (ESP) trifft im Einzel auf Jan Choinski (GBR). Anschließend spielt Facundo Diaz Acosta (ARG) gegen Hugo Gaston (FRA).

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