Diese Weltklassespieler stehen heute im Finale der BRAWO Open

Im Einzel und im Doppel wurde beim ATP-Challenger-Turnier im Bürgerpark rasantes Tennis gezeigt.

Jan Choinski steht im Endspiel.
Jan Choinski steht im Endspiel. | Foto: Debbie Jayne Kinsey

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Braunschweig. Der vorletzte Tag der BRAWO OPEN 2026 präsentierte wieder strahlenden Sonnenschein, Höchsttemperaturen bis zu 29 Grad und hart kämpfende Weltklassespieler auf dem Tenzer Center Court. Zwei mitreißende Halbfinal-Einzel und ein Halbfinal-Doppel standen beim ATP 125 Challenger Turnier am Samstag auf dem Programm.



Den Auftakt machte das französische Duo Arthur Reymond und Luca Sanchez, die im Halbfinal-Doppel auf den Brasilianer Marcelo Demoliner und den Tschechen Matej Vocel trafen. Alle vier Spieler gehören zur ATP-Weltelite der Doppelspieler. Der 37-jährige Demoliner, der erfahrenste und erfolgreichste Doppelspieler der BRAWO OPEN 2026, stand bisher bei über 30 Grand Slams (!) mit verschiedenen Doppelpartnern im Hauptfeld. Zusammen mit seinem 29-jährigen Freund Matej Vocel besiegte er mit Tim Pütz und Kevin Krawietz Deutschlands bestes Doppel, dass erst kürzlich im Wimbledon-Halbfinale ausschied. Dementsprechend hoch waren das Niveau und die Erwartungen an diese Begegnung.

Die Doppel-Teams liefern sich ein umkämpftes Match


Und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht: Es entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes, umkämpftes Match, das erst durch ein Break von Reymond/Sanchez in deren Richtung kippte – und ihnen den Gewinn des ersten Satzes mit 6:4 einbrachte. Die zwei 27-jährigen Franzosen, beide in luftigen weißen Tanktops, wirkten im ersten Satz agiler, beweglicher und vielseitiger. Zu Beginn des zweiten Satzes schafften sie zwar erneut ein wichtiges Break, doch ihre Gegner wurden zunehmend besser. Vor allem der 1,93 Meter große Marcelo Demoliner sorgte mit starken Auf- und Vorhandschlägen sowie seiner großen Spannweite am Netz für wichtige Punkte. Demoliner/Vocel konnten dadurch den zweiten Satz mit 6:3 gewinnen. Der Match-Tie-Break musste also über den Gesamtsieg entscheiden: Es ging rasant
hin und her, bei 6:6 wurden die Seiten gewechselt. Das glücklichere Ende hatten die Franzosen, denn ein Schmetterball von Vocel ging hinter der Grundlinie beim Stand von 8:9 ins Aus, so dass Reymond/Sanchez das Match knapp mit 6:4, 3:6, 10:8 gewannen – und damit ins morgige Doppelfinale der BRAWO OPEN 2026 einziehen. „Wir hatten heute eine gute Energie und haben einen großen Kampf geliefert. Jetzt wollen wir hier den Titel. Für mich ist Braunschweig eines der besten Challenger-Turniere in Europa“, sagte Arthur Reymond im anschließenden On-Court-Interview.


Der Deutsch-Engländer Jan Choinski spielt sich ins Finale


Schwerstarbeit verrichteten im anschließenden ersten Halbfinal-Einzel des Tages der 23-jährige Spanier Daniel Rincon (ATP 271) und der 30-jährige Deutsch-Engländer Jan Choinski (ATP 100). Bei sengender Nachmittagshitze lieferten sich die beiden auf dem staubigen Tenzer Center Court – zumindest im ersten Satz – ein gleichwertiges Duell.


Doch mit zunehmender Spieldauer baute Rincon mental und körperlich immer mehr ab. Dem aufreibenden, dreistündigen Kampf gegen den Serben Laslo Djere (ATP 225), den der emotionale Spanier am Vortag mit 6:7, 6:4, 6:3 gewonnen hatte, musste er am Samstag Tribut zollen. Der abgeklärte Choinski agierte dagegen wie eine kalte, gnadenlos effektive Tennis-Maschine. Mit seinen langen, harten und präzisen Grundlinienschlägen und aggressiv-variablen Spiel zermürbte er den jungen Spanier – und gewann souverän mit 7:5, 6:2. „Ich war sehr fokussiert und konzentriert, habe mich gut gespürt“, erklärte Choinski, der das vorige Jahr vier Challenger-Siege holte, nach dem Match. Damit zog der „Iceman“ als erster Spieler in das Einzel-Finale der BRAWO OPEN 2026 ein.

Der Franzose Hugo Gaston kämpft sich nach über drei Stunden ins Einzel-Finale


Das Beste kommt zum Schluss (des Tages): Das Match Of The Day zwischen dem Argentinier Facundo Diaz Acosta (besiegte zuvor den Litauer Vilius Gaubas sowie die beiden Deutschen Rudolf Molleker und Niels McDonald) gegen den Franzosen Hugo Gaston (besiegte zuvor Andrey Chepelev sowie die beiden Deutschen Mika Petkovic und Marvin Möller). Ein Duell zweier absoluter Top-Spieler des ATP 125 Challenger Turniers und zudem zweier 25-jähriger Linkshänder. Beide agierten technisch, taktisch und spielerisch auf höchstem Niveau – das bewiesen sie auch in diesem spannungsreichen, abwechslungsreichen und mitreißenden Match. Der quirlige Diaz Acosta (ATP 127) schien mit den heißen Temperaturen besser klarzukommen, wirkte von Beginn an dynamischer, bissiger und angriffslustiger als sein Gegner – und gewann den ersten Satz mit 7:5.

Auch Hugo Gaston hat sich im Halbfinale durchgesetzt.
Auch Hugo Gaston hat sich im Halbfinale durchgesetzt. Foto: Debbie Jayne Kinsey



Auch im zweiten Satz führte der Spanier, wie in Satz 1, wieder mit 5:2, doch Hugo Gaston (ATP 117) kam immer wieder überraschend zurück und gewann den Tie-Break des zweiten Satzes mit 7:6. Belohnt wurden seine Aufholjagd und die spektakulären Ballwechsel der beiden Kämpfer, immer wieder mit viel Szenenapplaus der begeisterten Besucher auf dem ausverkauften Tenzer Center Court. Ein sensationelles Duell zweier grandioser Weltklasse-Spieler, das in die Geschichte des Braunschweiger Challenger Turniers eingehen wird. Hugo Gaston, der sein reichhaltiges Repertoire an Spezialschlägen einsetzte, hatte am Ende das Momentum auf seiner Seite. Der Franzose gewann nach 3 Stunden und 23 Minuten mit 5:7, 7:6, 7:5 und erreicht damit als zweiter Spieler das Einzelfinale am Sonntag.

Das sind die Finals


Das Doppel-Finale bestreiten am Sonntag ab 12 Uhr: Orlando LUZ (BRA)/Rafael MATOS (BRA) vs. Arthur REYMOND (FRA)/Luca SANCHEZ (FRA) auf dem Tenzer Center Court. Nicht vor 14 Uhr folgt dann das Einzel-Finale Jan CHOINSKI (GBR) vs. Hugo GASTON (FRA)

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