Dieses Schwimmbad wartet noch auf seine Fördermillionen

Die Turnhallen-Sanierung bekommt den Zuschlag. Das Großprojekt Schwimmbad versucht es in einer weiteren Förderrunde.

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Das Bad Gliesmarode soll ab 2029 wieder geöffnet sein. Noch stellt sich die Frage: Gibt es für die Sanierung Fördergelder?
Das Bad Gliesmarode soll ab 2029 wieder geöffnet sein. Noch stellt sich die Frage: Gibt es für die Sanierung Fördergelder? | Foto: Matthias Kettling

Braunschweig. Zahlreiche Sportplätze und Turnhallen der Region erhalten einen Förderzuschlag aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten, das auch als Sportmilliarde bezeichnet wird. Diese Meldung machte vor einer Woche die Runde. Unter anderem erhält die Stadt Braunschweig 820.000 Euro, um die Turnhalle der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule im großen Stil zu sanieren. Doch wie steht es eigentlich um das Badezentrum Gliesmarode, für das die Stadt ebenfalls auf Fördergelder aus Berlin hofft?



Zunächst einmal: Der Fördertopf der Bundesregierung ist von vornherein zweigeteilt. Laut Informationen des Bundestags stehen 333 Millionen Euro im Wirtschaftsplan für 2026 zur Sanierung kommunaler Sportstätten bereit, weitere 250 Millionen Euro kommen hinzu. Letztere stehen demnach für eine Förderrunde speziell für Schwimmbäder bereit.

Bad Gliesmarode: Sanierung soll gefördert werden


Diese Förderrunde zu erreichen, ist weiterhin das Ziel der Stadtverwaltung. Die Hoffnungen sind da, dass der Bund 45 Prozent der eingeplanten 10,6 Millionen Euro für die Sanierung des Badezentrums Gliesmarode übernimmt. Dieses soll nach den Baumaßnahmen 2029 wieder für Badegäste geöffnet sein.

Dafür steht jetzt ein von Oberbürgermeister Thorsten Kornblum vorgelegter Beschluss auf der Tagesordnung, über den der Rat der Stadt am 12. Mai abstimmen soll, um der Verwaltung das Go zu geben, ihr Interesse an der Förderung zu bekunden. Bis zum 19. Juni müsste die Stadt ihre Unterlagen dafür einreichen. Erst später wird entschieden, welche Projekte Fördermittel beantragen können.

Die Stadt erklärt in der Vorlage, dass sie bereits 2025 und 2026 Förderanträge für mehrere Schwimmbadprojekte sowohl im Rahmen eines Landesprogramms als auch im Bundesprogramm Sanierung kommunaler Sportstätten (Normalprogramm) gestellt habe. Eine abschließende Entscheidung über eine mögliche Landesförderung liege derzeit noch nicht vor. Unabhängig von dieser noch ausstehenden Entscheidung sei es erforderlich, bereits jetzt eine erneute Interessenbekundung im aktuellen Projektaufruf auf Bundesebene vorzubereiten, um die vorgegebenen Fristen einzuhalten und die Möglichkeit der Förderung zu wahren, erklärt die Verwaltung.

In der ersten Förderrunde profitiert die Wilhelm-Bracke-Gesamtschule


Auch für das Bad Gliesmarode habe die Stadt sich um die "normale" Förderung aus der Sportmilliarde bemüht und eine Interessenbekundung eingereicht. Der Fördermittelgeber hatte aber zunächst eben die Sanierung der Turnhalle der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule ausgewählt. Die Stadt versucht nun also, in der reinen Schwimmbadrunde an die Gelder für das Badezentrum zu kommen.

Neben der geplanten Großbaustelle in Gliesmarode soll auch ein weiteres Projekt aus Braunschweig in Betracht kommen: die Sanierung des Therapiebeckens der Hans-Würtz-Schule (Baukosten nach derzeitigem Stand insgesamt etwa 6,97 Millionen Euro).

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