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Ohne Aussprache: Landtagsabgeordnete erhöhen ihre Diäten

Ruck, zuck war die „Gehaltserhöhung“ durch.

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Der Plenarsaal im Niedersächsischen Landtag | Foto: Werner Heise

Hannover. Es dauerte nur etwas mehr als eine Minute, dann stand fest: Niedersachsens Landtagsabgeordnete erhalten mehr Geld. Einstimmig und ohne weitere Aussprache stimmten die Abgeordneten aller Parteien am späten Dienstagnachmittag im Niedersächsischen Landtag für die Erhöhung ihrer Entschädigung. Grundlage war ein Antrag der Fraktionen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen.



Zum 1. Juli 2026 steigt die Grundentschädigung der Landtagsabgeordneten von bislang 8.546,43 Euro auf 8.888,29 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 4 Prozent. Maßstab dafür ist nach dem Niedersächsischen Abgeordnetengesetz die Entwicklung des Nominallohnindexes in Niedersachsen. Das Landesamt für Statistik Niedersachsen hatte die entsprechende Veränderung für das Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr mitgeteilt.

Niedersachsens Abgeordnete: Auch die Aufwandsentschädigung steigt


Ebenfalls bestätigt wurde die Anpassung der Aufwandsentschädigung. Sie steigt zum 1. Juli 2026 von 1.745,15 Euro auf 1.774,82 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 1,7 Prozent. Grundlage hierfür ist die Preisentwicklung bei Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Wahrnehmung des Landtagsmandats stehen. Nach dem Gesetz müssen beide Anpassungen durch den Landtag bestätigt werden, damit sie wirksam werden.