"Falschgeld sicherstellen" - Falsche Polizisten zocken mit trickreicher Masche ab

Einer Braunschweigerin wurde weisgemacht, sie würde die Polizei bei Ermittlungen unterstützen. Dann wurde sie bestohlen.

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(Symbolbild) | Foto: Pixabay/Archiv

Braunschweig. Eine 57-jährige Braunschweigerin erhielt am Dienstag einen Anruf von einem unbekannten Mann. Dieser gab an, dass er Polizeibeamter sei und gegen einen Bankmitarbeiter ermittele. Dieser Bankmitarbeiter würde die Braunschweigerin aktuell ausspionieren. Mit ihrer Hilfe sollte der Mann überführt werden. Die 57-Jährige kooperierte und verlor durch das falsche Spiel der vermeintlichen Polizeibeamten am Ende einen fünfstelligen Geldbetrag.


Um sicherzustellen, dass es sich bei dem Anrufer wirklich um einen Polizeibeamten handelt, sollte das Opfer die 110 wählen. Sie sollte jedoch auf keinen Fall vorher auflegen. Nun wurde sie vom vermeintlichen Polizisten aufgefordert zur Bank gehen und eine hohe Summe abheben. Die Polizei würde dann die Reaktion des Bankmitarbeiters abwarten. Nachdem die Frau das Geld abgehoben hatte, bekam sie einen neuen Anruf. Der Bankmitarbeiter hätte ihr Falschgeld ausgezahlt. Ein Polizeibeamter würde bei ihr erscheinen und das Geld sicherstellen. Kurz danach erschien ein Mann bei ihr und nannte ein telefonisch vereinbartes Codewort. Sie übergab ihm das Geld. Am Folgetag wurde die Frau skeptisch und informierte die Polizei. Das zuständige Fachkommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein mieser Trick


Dass die Frau nicht auflegen soll, bevor sie die 110 wählt, sei ein Trick der Betrüger. Carolin Scherf, Sprecherin der Polizei Braunschweig erklärt: "Wenn ich mitten in einem Telefonat bin und ohne aufzulegen die 110 anwähle passiert gar nichts weiter - Ich rufe nicht den Notruf an und halte weiterhin das aktuelle Gespräch aufrecht." Die Betrüger würden es jedoch regelmäßig schaffen, ihre Opfer davon zu überzeugen, dass sie dann die Polizei am Telefon haben. "Menschen können sich dann auch im Nachhinein häufig nicht erinnern, ob sie wirklich aufgelegt haben und selbstständig gewählt haben", so Scherf weiter. Gerade ältere Menschen wollen nicht unhöflich sein und einfach auflegen, genau das sei aus Sicht der Polizei jedoch notwendig. "Es gelingt den Tätern immer wieder im Gespräch so viel Druck aufzubauen, dass die Opfer ihren Anweisungen folgen."

Mit modernen technischen Möglichkeiten sei es außerdem möglich, dass die angezeigte Nummer des Anrufers falsch ist. Auch wenn auf dem Display also die Amtsnummer der Polizei oder gar die 110 steht, biete dies keine Sicherheit vor Betrügern. Die Polizei rät: "Wenn sie einen Anruf dieser Art erhalten, beenden sie das Gespräch. Rufen Sie erst, nachdem sie aufgelegt haben, die 110 an."


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