Braunschweig. Zu einem Brand im Rebenring in Braunschweig wurde der Löschzug der Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr Braunschweig am Dienstagabend um 22:06 Uhr alarmiert.
Wie die Feuerwehr berichtet, trafen die Einsatzkräfte aufgrund der unmittelbaren Nähe der Einsatzstelle zur Hauptfeuerwache bereits zwei Minuten nach der Alarmierung ein. Schon auf der Anfahrt waren heller Feuerschein sowie massiver Funkenflug sichtbar.
Fluchtweg versperrt
Beim Eintreffen erkundete der Zugführer die Lage. Mehrere Personen kamen den Einsatzkräften teilweise panisch und um Hilfe rufend entgegen. Weitere Bewohner machten an Fenstern auf sich aufmerksam. Auf der Gebäuderückseite brannte ein Sperrmüllhaufen in voller Ausdehnung. Die Flammen schlugen meterhoch und setzten ein Gerüst sowie den Dachüberstand des Gebäudes in Brand. Fensterscheiben platzten durch die Hitzeeinwirkung. Der Treppenraum als primärer Fluchtweg war dadurch nicht mehr nutzbar.
Unverzüglich wurde die Menschenrettung über die Drehleiter eingeleitet und das Einsatzstichwort erhöht. Parallel dazu gingen zwei Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor und verhinderten erfolgreich einen weiteren Flammenüberschlag auf die Wohnungen des Gebäudes. In der Folge wurden ein weiterer Führungsdienst, weitere Rettungsdiensteinheiten sowie die Ortsfeuerwehr Innenstadt nachalarmiert.
Bewohner mit Drehleiter gerettet
Insgesamt wurden sechs Personen - darunter zwei Kinder - über die Drehleiter aus dem Gebäude gerettet. Für das Objekt waren 34 Personen gemeldet, insgesamt waren 41 Personen von dem Einsatz betroffen. Alle Betroffenen blieben unverletzt. Während der Löschmaßnahmen konnten sich die Betroffenen in einem durch die BSVG bereitgestellten Linienbus aufwärmen.
Nachdem die ersten Löschmaßnahmen Wirkung zeigten, kontrollierte ein weiterer Atemschutztrupp den Treppenraum sowie mehrere Wohnungen. Diese wurden anschließend belüftet. Die Ortsfeuerwehr Innenstadt betreute die betroffenen Personen, führte Nachlöscharbeiten durch und begleitete die Bewohner im Anschluss zurück in ihre Wohnungen.
Nach rund zwei Stunden war der Einsatz zunächst beendet. Kurz vor einer geplanten Nachkontrolle stellten Anwohner jedoch eine erneute Brandentwicklung an einer zuvor nicht betroffenen Stelle fest. Hier waren weitere Löschmaßnahmen durch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug erforderlich.

