Füchse im Stadtgebiet: Deswegen sind sie hier heimisch geworden

Auch in Braunschweig gibt es eine konstante Rotfuchs-Bevölkerung. Doch stellen die Tiere eine Gefahr dar? Übertragen sie Krankheiten?

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Füchse haben längst die Stadt für sich entdeckt – auch in Braunschweig.
Füchse haben längst die Stadt für sich entdeckt – auch in Braunschweig. | Foto: Pixabay

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Braunschweig. Füchse in der Stadt, das ist inzwischen längst keine Seltenheit mehr. Auch in Braunschweig sind sie zu sehen und ihr typisches kratziges Bellen ist hier und da zu hören. Zum Beispiel in der Nähe von Kleingartenvereinen oder in Parks tauchen sie immer wieder auf. Manchmal kommen sie auch Menschen in Braunschweig recht nah. Doch gibt es immer mehr von den Rotfüchsen in der Stadt? Und können sie dem Menschen oder anderen Tieren gefährlich werden?



Dass Füchse auch in Braunschweig vorkommen, ist der Stadtverwaltung jedenfalls bekannt. Die Größe der Fuchspopulation in Braunschweig lasse sich nur von den Abschusszahlen der Stadtrandreviere ableiten, teilt die Verwaltung auf Anfrage von regionalHeute.de mit. Die Zahl habe sich in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert. Sie liegt demnach konstant um 300 in 33 Stadtrandrevieren. "Es ist also keine Steigerung zu erkennen", lautet das Fazit der Stadt.

Füchse sind auch in Braunschweig heimisch geworden


Füchse sind also nicht nur in Wäldern und auf Feldern zu finden, sondern sie sind auch in Braunschweig längst heimisch geworden. Das gilt für viele Städte Deutschlands. Die Braunschweiger Stadtverwaltung erklärt, dass Füchse anpassungsfähige Kulturfolger seien und die Nähe zur menschlichen Zivilisation nutzen. Dank des Menschen und der Besonderheiten in einer Stadt gibt es für die Tiere nicht nur ein reichhaltiges Nahrungsangebot – sie sind Allesfresser und können sich somit auch aus Mülltonnen bedienen und an Essensresten sattfressen –, sondern auch reichlich Versteckmöglichkeiten. "In Städten finden sie tagsüber störungsfreie Rückzugsorte in Parks, Gärten oder unter Gartenhäusern. Sie haben gelernt, dass von den meisten Menschen keine direkte Gefahr ausgeht und dass sie sich gefahrlos im urbanen Raum bewegen können", erklärt die Stadt Braunschweig.

Auch stelle der Fuchs keine Gefahr dar. Die Stadt Braunschweig erklärt: "Obwohl sie Raubtiere sind, sind Stadtfüchse dem Menschen gegenüber meist sehr scheu, weichen aus und sind primär nachtaktiv. Eine Gefahr geht von gesunden Tieren in der Regel nicht aus."

Besteht in Braunschweig Tollwut- und Bandwurmgefahr?


Doch wie steht es um die kranken Tiere? Übertragen Füchse nicht Tollwut und sind Träger des Fuchsbandwurms? Laut RKI gehören Füchse zwar zu den Tieren, die Tollwut übertragen können, doch ganz Deutschland gilt seit vielen Jahren als tollwutfrei. Dazu informiert auch die Stadt auf ihrer Homepage: "Braunschweig gilt als tollwutfrei. Es werden regelmäßig Füchse auf Tollwut untersucht."

Der Fuchsbandwurm kommt dagegen in Deutschland schon deutlich häufiger vor – allerdings überwiegend in Bayern und Baden-Württemberg. "In Braunschweig wurde bisher der Fuchsbandwurm nicht nachgewiesen", heißt es auf der städtischen Homepage dazu. Wer sich darüber hinaus in der Löwenstadt davor schützen möchte, sollte "bodennah wachsende Früchte wie Beeren und Pilze" nicht ungewaschen essen, empfiehlt die Stadt.

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