Braunschweig. Galeria steht offenbar erneut vor Problemen. So berichtete jetzt die Immobilien-Zeitung davon, dass die Warenhauskette an etlichen Standorten Schwierigkeiten habe, die Miete zu bezahlen, und teilweise die jeweiligen Vermieter um Stundung der fälligen Beträge gebeten habe. Ob das in Braunschweig auch der Fall ist, konnte die Volksbank BraWo als Vermieter für das Kaufhaus in der Schuhstraße auf Anfrage von regionalHeute.de nicht bestätigen, aber auch nicht entkräften. Jetzt meldet sich die SPD-Fraktion, die im Rat der Stadt Braunschweig Druck machen will und Antworten einfordert.
Vor dem Hintergrund einer drohenden erneuten Krise des Warenhaus-Konzerns werde die SPD-Ratsfraktion zur kommenden Ratssitzung am Dienstag, 12. Mai, eine Anfrage einbringen, um Klarheit über den aktuellen Stand der Gespräche und die Handlungsmöglichkeiten der Stadt zu gewinnen, kündigen die Braunschweiger Sozialdemokraten per Pressemitteilung an.
Galeria-Standort in Braunschweig sichern
„Wir müssen jetzt alles daransetzen, den Galeria-Standort in der Braunschweiger Innenstadt zu sichern. Gleichzeitig erwarten wir aber auch, dass der Konzern seiner Verantwortung gerecht wird und in tragfähige Zukunftskonzepte investiert“, erklärt der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Christoph Bratmann.
Positiv hervorzuheben sei aus Sicht der SPD-Fraktion das frühzeitige und entschlossene Handeln von Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. Dieser habe unmittelbar nach Bekanntwerden der schwierigen Verhandlungslage Gespräche mit Unternehmensführung und Betriebsrat initiiert und darüber hinaus den Kontakt zur Niedersächsischen Landesregierung gesucht, um mögliche Unterstützungsansätze auszuloten. „Dieses aktive Engagement zeigt: Die Stadt steht an der Seite der Beschäftigten und setzt sich mit Nachdruck für den Erhalt des Standortes ein“, so Bratmann weiter.
„Ein Wegfall dieses zentralen Bausteins wäre ein erheblicher Rückschlag für die gesamte Innenstadtentwicklung“, betont Bratmann. Die Hauptverantwortung für die Zukunft des Standortes liege aber bei den Vertragsparteien selbst. Sowohl der Galeria-Konzern als auch die Volksbank BraWo müssten nun tragfähige und langfristige Lösungen vorlegen, fordert die SPD-Fraktion. „Ein weiteres Taktieren auf Kosten der Beschäftigten und der Innenstadt darf es nicht geben. Wir erwarten von allen Beteiligten ein klares Bekenntnis zum Standort Braunschweig“, so Bratmann.

