Jubiläum: Radstation am Hauptbahnhof wird ein Vierteljahrhundert alt

In den 25 Betriebsjahren waren über 600 Langzeitarbeitslose im Rahmen von verschiedenen Arbeitsmarktmaßnahmen in der Radstation beschäftigt.

Zum Jubiläum der AWO-Radstation gratulierte u. a. Dr. Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig: (v.l.n.r.) Erik Schumacher (Werkstattleiter der AWO-Radstation), Falk Hensel (Geschäftsfeldleiter Familie & Soziale Dienste, AWO-Bezirksverband Braunschweig), Rifat Fersahoglu-Weber (Vorstandsvorsitzender, AWO-Bezirksverband Braunschweig), Kathrin Rietz (Jobcenter Braunschweig), Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, Thomas Zauritz (Geschäftsführer des AWO-Psychiatriezentrums), Ulf Kelchheuser (Einrichtungsleiter der AWO-Radstation), Maic Lindner (stellv. Vorstandsvorsitzender, AWO-Bezirksverband Braunschweig) und Katrin Miehe-Scholz (Jobcenter Braunschweig).
Zum Jubiläum der AWO-Radstation gratulierte u. a. Dr. Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig: (v.l.n.r.) Erik Schumacher (Werkstattleiter der AWO-Radstation), Falk Hensel (Geschäftsfeldleiter Familie & Soziale Dienste, AWO-Bezirksverband Braunschweig), Rifat Fersahoglu-Weber (Vorstandsvorsitzender, AWO-Bezirksverband Braunschweig), Kathrin Rietz (Jobcenter Braunschweig), Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, Thomas Zauritz (Geschäftsführer des AWO-Psychiatriezentrums), Ulf Kelchheuser (Einrichtungsleiter der AWO-Radstation), Maic Lindner (stellv. Vorstandsvorsitzender, AWO-Bezirksverband Braunschweig) und Katrin Miehe-Scholz (Jobcenter Braunschweig). | Foto: AWO Bezirksverband Braunschweig e.V.

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Braunschweig. Der Betrieb schnurrt – wie die Fahrräder, die die AWO-Radstation am Braunschweiger Hauptbahnhof nach Durchsicht, Pannenservice oder bewachter Unterstellung wieder verlassen. Und das seit dem Jahr 2001 bis heute, ohne Unterbrechung, von Montag bis einschließlich Sonntag und an Feiertagen. Konzipiert als Projekt zur Integration von arbeitslosen Menschen sorgt die Radstation seit ihrer Inbetriebnahme nicht nur jeden Tag für gut funktionierende Fahrräder, sie schafft Qualifizierungs- und Teilhabemöglichkeiten. Dieses 25-jährige Bestehen bei ununterbrochenem Betrieb wurde nun gebührend gefeiert, wie der AWO Bezirksverband Braunschweig in einer Pressemitteilung berichtet.



Zu dem Jubiläum in der AWO-Radstation waren Dr. Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Kathrin Rietz und Katrin Miehe-Scholz vom Jobcenter Braunschweig sowie Hildegard Dickschen vom ADFC gekommen, außerdem der Vorstandsvorsitzende des AWO-Bezirksverbandes Rifat Fersahoglu-Weber, Geschäftsfeldleiter Familie und Soziale Dienste, Falk Hensel, weitere Mitglieder der Geschäftsleitung, AWO-Präsidiumsmitglieder und Thomas Zauritz, Geschäftsführer des AWO-Psychiatriezentrums Königslutter.

„Die Radstation ist heute fester Bestandteil der Fahrrad-Infrastruktur Braunschweigs, trägt zur Vernetzung von Fahrrad- und Zugverkehr bei und fördert dadurch auch umweltfreundliche Mobilität. Das wirklich Besondere am Konzept der AWO-Radstation ist aber, dass sie arbeitslose Menschen in Erwerbsarbeit integriert und ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum in seinem Grußwort. Er betonte ausdrücklich die Rolle des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig bei der Bewältigung sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen vor Ort.

Über 600 Langzeitarbeitslose beschäftigt


Die Radstation wurde damals als Gemeinschaftsprojekt der Stadt Braunschweig, der Deutschen Bahn und des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig im Rahmen des Braunschweiger Bündnisses für Arbeit gegründet, unter Beteiligung der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Zweirad-Innung, des Braunschweiger Arbeitgeberverbandes und der Arbeitsagentur Braunschweig. In den 25 Betriebsjahren waren über 600 Langzeitarbeitslose im Rahmen von verschiedenen Arbeitsmarktmaßnahmen in der Radstation beschäftigt.

Der Vorstandsvorsitzende des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, Rifat Fersahoglu-Weber, verdeutlichte: „Dieses Projekt schafft mehr als Beschäftigung: Es stärkt Selbstwert, vermittelt das Gefühl, gebraucht zu werden, und zeigt Menschen, was sie können und bewirken. Damit schafft es echte Teilhabe und einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft.“

„Die Radstation ist als Projekt für langzeitarbeitslose Menschen sehr nah am ersten Arbeitsmarkt dran, Teilnehmende agieren freiwillig im Schichtdienst. Das entspricht so gar nicht dem öffentlichen Bild zu Langzeitarbeitslosen“, erklärt Einrichtungsleiter Ulf Kelchheuser. Er betont: „Die Radstation ist seit 25 Jahren 365 Tage im Jahr geöffnet und das verdanken wir den Menschen, die sich engagiert dafür einsetzen, wieder eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt zu haben.“