Kampf ums Nordbad - Bürger-Arbeitskreis bringt Resolution auf den Weg

von André Ehlers




Braunschweig. „Es ist schon fünf nach zwölf, aber ich freue mich, dass es jetzt doch noch zu dieser Initiative in der Nordstadt kommt“, Ratsherr Wolfgang Büchs (BIBS) setzt seine Unterschrift als Erster unter die „Resolution für den Erhalt des Nordbades“. Demnächst wird sie offiziell bei der Verwaltung eingehen.



Die rund 70 Interessierten im Gemeindesaal der Dankeskirche haben große Sorge: Sobald die neuen „Wasserwelten“ eröffnen, wird auch im Nordbad der Stöpsel gezogen. Das will die Initiative nun mit der Resolution verhindern oder wenigstens aufhalten. Alle sind sich einig: Ist das Bad erst einmal dicht, war es das.

Organisiert hat diesen ersten Info- und Ideenabend der Arbeitskreis Grundschule-Schuntersiedlung mit Wolfgang Bartsch an der Spitze. Auslöser war die Ankündigung der Direktorin, dass das Schulschwimmen künftig nicht mehr stattfinden kann, sollte das Nordbad geschlossen werden (BraunschweigHeute.de berichtete). Aber auch viele Seniorinnen und Senioren wollen nicht auf ihr morgendliches Schwimmen oder den Sauna-Besuch in der Nähe verzichten. Das Spaßbad an der Hamburger Straße ist ihnen zu weit entfernt. Außerdem werde es dort an der nötigen Ruhe fehlen. Letztendlich sind es in der Nordstadt dieselben Argumente, die auch die Bürgerinitiative zum Erhalt des Badezentrums Gliesmarode ins Feld geführt hat. Artur Schmieding vom dortigen Förderverein sitzt im Publikum und verspricht Schützenhilfe.

Sportentwicklungsplan fordert Schulschwimmen




Den vielleicht wichtigsten Hinweis gibt Wolfgang Büchs. Der OB-Kandidat der BIBS erwähnt den bestehenden „Sportentwicklungsplan“  In diesem werde ganz klar das Schulschwimmen als unverzichbar erklärt. Zudem wisse man bereits jetzt, dass Braunschweig dafür mehr Bäder oder entsprechende Fläche benötigen werde. Büchs spricht dabei von mindestens drei „Nordbädern“ die fehlten. Daher sollten besonders auch betroffene Schulen laut werden, und der Verwaltung unmißverständlich klar machen, dass sie ihren Schwimmunterrichts-Auftrag erfüllen wollen.

Die Zeit drängt. In der kommenden Woche will sich die Initiative zum Erhalt des Nordbades erneut treffen. Bis dahin dürfte die Resolution im Rathaus eingegangen sein. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, beschreibt Wolfgang Bartsch sein Gefühl nach diesem Abend.


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