Braunschweig. Der Sommerbeginn hat auch in der Löwenstadt seinem Namen alle Ehre gemacht. Seit etwa einer Woche stiegen die Temperaturen von Tag zu Tag kontinuierlich an – ihren Höhepunkt hat die Hitzewelle am gestrigen Sonntag erreicht. Doch einige Trinkbrunnen im Stadtgebiet, die den Menschen eigentlich genau bei solchen Wetterlagen Erfrischung bieten sollen, sind derzeit außer Betrieb. regionalHeute.de hat bei der Stadtverwaltung nachgefragt, woran das liegt.
Wer in den vergangenen Tagen in der Innenstadt unterwegs war und einen der Trinkbrunnen nutzen wollte, um seinen Durst zu stillen, wurde mancherorts enttäuscht. Unter anderem die Brunnen am Dom und auf dem Herzogin-Anna-Amalia-Platz funktionieren momentan nicht. Wie die Stadtverwaltung auf unsere Anfrage schreibt, werden die öffentlichen Trinkbrunnen regelmäßig Kontrollen unterzogen, um die Gesundheit der Bürger zu schützen. Bei diesen routinemäßigen Trinkwasserbeprobungen sei es kürzlich jedoch zu auffälligen Messwerten gekommen. Als Sofortmaßnahme seien die betroffenen Brunnen gesperrt und umgehend gründlich gereinigt sowie desinfiziert worden. Im Anschluss wurde eine erneute Beprobung durchgeführt. Da die Laborauswertungen dieser Proben noch ausstehen, müssten die Trinkbrunnen bis zum Vorliegen der finalen, einwandfreien Ergebnisse vorübergehend außer Betrieb bleiben.
So lange soll die Sperrung dauern
Nach aktuellen Erkenntnissen seien die auffälligen Messwerte auf ein fehlerhaftes Nutzerverhalten an den Brunnen zurückzuführen, sodass es zu Verunreinigungen an den Wasserausläufen gekommen sei. Sobald die Freigabe erteilt sei, sollen die Brunnen demnach wieder eingeschaltet werden. Die Stadtverwaltung geht derzeit davon aus, dass es bis zu 14 Tage lang dauern könnte, bis die Trinkbrunnen wieder in Betrieb genommen werden können.
Auch Vandalismus ein Problem
Leider habe sich in den letzten Jahren gezeigt, dass es vermehrt zu Vandalismusschäden oder Verunreinigungen und Fehlnutzungen der Trinkbrunnen komme. Das sei auch für die Stadtverwaltung dauerhaft kein zufriedenstellender Zustand. Die Stadt nehme dies zum Anlass, um das Thema sowie das bisherige Verfahren mit Trinkbrunnen noch einmal grundsätzlich zu prüfen und auch die Erfahrungen in anderen Städten abzufragen.

