Kita Leiferde: der Neubau kommt, jedoch ohne Hort

von Sina Rühland


| Foto: Sina Rühland



Braunschweig. Der Beschluss zur Antragstellung ist einstimmig durch den Stadtbezirksrat Stöckheim-Leiferede gefasst: die Ratsmitglieder haben der Raumplanung für die neue Kindertagesstätte Leiferde am Dienstagabend zugestimmt. Im März kommenden Jahres soll voraussichtlich mit den Bauarbeiten begonnen werden. Weiterhin offen bleibt die Frage nach der nachmittäglichen Betreuung der Kinder, dem Hort.

Nach dem schweren Brand in der Kindertagesstätte Leiferde (BraunscheigHeute.de berichtete), tagte nun der Stadtbezirksrat Stöckheim-Leiferde in einer Sondersitzung, um über die vorgelegten Pläne des Neubaus abzustimmen. Wie Architekt Wilhelm Eckermann, Fachbereich Gebäudemanagement, und Bernd Bauer, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, mitteilten, sei jedoch in dem neuen Gebäudekomplex kein Hort eingeplant. Auf Grund der strengen Vorlagen dürfe man das zur Verfügung stehende Gelände nicht für einen größeren Bau nutzen, um so Raum für die nachmittägliche Betreuung zu schaffen.



Zur Zeit sind die Kindergartenkinder in sämtlichen Einrichtung der Stadt Braunschweig verteilt. Die Eltern müssen zum Teil weite Strecken auf sich nehmen, um ihre Kinder betreut zu wissen. Der Überlegung nach einer Interimslösung – Container zur Zwischenunterbringung – wurde nicht zugestimmt. Zu kostenintensiv seien die Fixkosten, berichtete die Stadtverwaltung. Man wolle noch vorhandene Gebäude, wie das Gerätehaus der Feuerwehr und das Gemeindehaus, auf Tauglichkeit zur Zwischenunterbringung prüfen.

Vorerst keine Lösung für den Hort


Die Fragen von Ratsmitgliedern und anwesenden Eltern, wie es mit dem Hort weiterginge, konnten an diesem Abend nicht beantwortet werden. Mit dem Kindergarten sind auch die Räumlichkeiten für die Kinderbetreuung am Nachmittag abgebrannt. Da in den neuen Plänen kein Platz ist, um die Kinder nach Kindergarten und Schule unterzubringen, muss eine andere Lösung her. Eltern, die ganztags berufstätig sind, stehen nun vor enormen Herausforderungen, zumal die Grundschule in Leiferde keine Offene Ganztagsschule ist. Wohin also mit den Kindern? "Die Impulse einen Antrag auf eine Offene Ganztagsschule zu stellen, liegen bei der Grundschule", sagte der stellvertretende Fachbereichsleiter Bauer. Zuständig dafür sei die Landesschulbehörde. In einer erneuten Sitzung will man über den Sachbestand des Hortes gesondert beraten. Der Beschluss wurde durch einen weiteren Satz ergänzt, in dem es heißt, dass die Hortplätze bei einem Neubau sicher gestellt werden sollen.

Planung des Neubaus




Nach derzeitigen Erkenntnissen belaufen sich die Gesamtkosten der neuen Kindertagesstätte Leiferde  auf rund 2,3 Millionen Euro; ein Teilbetrag der Gesamtkosten kann durch die Versicherungszahlung finanziert werden. Auf einer Grundstücksfläche von 2.400 Quadratmetern nimmt der Neubau eine Fläche von 311 Quadratmetern ein. Der Plan des Gebäudes sieht drei Gruppenräume, einen Mehrzweckraum, drei Kleingruppenräume sowie verschiedene andere Räumlichkeiten vor. Die alten Baumbestände sowie der Sandkasten sollen erhalten bleiben. Geplant ist die Fertigstellung für den Herbst 2015. "Knapp bemessen", sagte auch Architekt Eckermann. Die Verwaltung wisse jedoch auch um die Dringlichkeit. Noch vor dem Wintereinbruch soll der Abriss erfolgt und die Bebauungsfläche frei sein, um dann im Frühjahr mit dem Neubau beginnen zu können.


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