Kriminalstatistik: "Jeder Angriff auf einen Polizeibeamten ist einer zu viel"

Die Polizeiinspektion Braunschweig stellt ihre Kriminalstatistik 2019 vor.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Anke Donner

Braunschweig. Die geplante Pressekonferenz zur Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik 2019 für die Stadt Braunschweig musste aufgrund der aktuellen Lage abgesagt werden. Kernpunkte der Vorstellung sind, dass die Zahl der Straftaten erstmals im Langzeitvergleich unter die Grenze von 20.000 pro Jahr gesunken ist. Dies berichtet die Polizeiinspektion Braunschweig.


Der Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig, Leitender Kriminaldirektor Axel Werner, sagt angesichts dieser Zahlen: "Ich bin ausgesprochen zufrieden mit dem Ergebnis der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen. Unsere Bürgerinnen und Bürger leben in einer sicheren Stadt Braunschweig. Die Kriminalitätsbelastung in der Stadt Braunschweig ist weiterhin die geringste im Vergleich zu allen anderen
Großstädten in Norddeutschland und liegt auf einem historischen Tiefstand."

"Rückgang von Straftaten in allen Bereichen"


Insgesamt lässt sich in allen Deliktsbereichen ein Rückgang von Straftaten feststellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt nach wie vor auf den Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. Hier kam es bei 18 vollendeten Taten zu einer mit 131.000 Euro zu einer hohen Schadenssumme. Der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, Kriminaldirektor Uwe Lietzau, hierzu: "Bei diesen Straftaten werden die Ängste und das Vertrauen der älteren Menschen ausgenutzt, um großen Profit zu erzielen. Die betroffenen Senioren opfern ihr lebenslang Erspartes, um zu helfen oder weil sie Vertrauen in die Institution Polizei haben. Dieser perfiden Masche begegnen wir mit unseren Spezialistinnen und Spezialisten, um die Erscheinungsform der Kriminalität noch wirkungsvoller zu bekämpfen".

"Angriffe auf Polizeibeamte nicht hinnehmbar"


Auch auf die nach wie vor hohe Zahl von 373 verletzten Polizeibeamten im Dienst wird ausdrücklich hingewiesen. "Jeder dieser Fälle ist aus unserer Sicht einer zu viel", betont Lietzau. Herr Werner ergänzt: "Das gesellschaftliche Problem von Angriffen auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, aber auch politische Amts- und Mandatsträger, muss weiter in den Fokus gerückt werden und vor allem als absolut nicht tolerabel geächtet werden, um hier nachhaltig eine Verbesserung für diejenigen zu erreichen, die täglich ihren Dienst für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Braunschweig verrichten".


mehr News aus Braunschweig


Themen zu diesem Artikel


Feuerwehr Feuerwehr Braunschweig Polizei