Braunschweig. Erst vor einer Woche hatte die Kaufhauskette Galeria für ihren Standort Braunschweig verkündet, eine Lösung mit der Vermieterin, der Volksbank BRAWO, gefunden zu haben. Der Fortbestand des Karstadt-Kaufhauses in der Schuhstraße sei zunächst bis April 2028 gesichert, hieß es. Der Standort galt damit nach langem Zittern und zähen Verhandlungen erst mal als gesichert. Nun folgt am heutigen Freitag aber eine weitere Hiobsbotschaft aus dem Kaufhaus-Konzern: Laut übereinstimmenden Medienberichten hat Galeria heute am Amtsgericht Düsseldorf erneut Insolvenz beantragt.
Es ist somit bereits der vierte Insolvenzantrag von Galeria innerhalb von sechs Jahren. Zuletzt hatte der Kaufhaus-Konzern sich vor zweieinhalb Jahren zahlungsunfähig erklärt. Darauf folgte eine Sanierung, die zur Schließung zahlreicher Standorte in Deutschland geführt hatte. Nach dem jetzt erneuten Insolvenzantrag soll der Betrieb in den verbliebenen 83 Warenhäusern vorerst weitergehen. Der Antrag schaffe laut einer Mitteilung von Galeria den rechtlichen Rahmen, um die aktuelle Situation zu ordnen, das Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.
So blickt die Braunschweiger Vermieterin auf die Galeria-Insovlenz
Also geht es auch in Braunschweig jetzt erst mal weiter mit dem Kaufhausbetrieb, die Filiale in der Schuhstraße bleibt geöffnet. Welche Auswirkungen die Insolvenz des Konzerns auf den Standort in der Innenstadt künftig haben wird, lässt sich noch nicht absehen. Das hängt auch davon ab, wie die jetzt erneut angestrebte Sanierung ablaufen wird.
Von der Vermieterin in der Löwenstadt, der Volksbank BRAWO heißt es auf Anfrage von regionalHeute.de: "Wir haben die Nachricht über den erneuten Insolvenzantrag von GALERIA zur Kenntnis genommen. Wir bedauern dies außerordentlich. Mit GALERIA stehen wir im regelmäßigen Austausch und werden die nun anstehenden Gespräche mit dem Unternehmen und dem zuständigen Insolvenzverwalter abwarten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es zu früh, Aussagen über die weitere Entwicklung des Mietverhältnisses zu treffen."

