Sommer-Hitze: Diese Städte trotzen dem Temperaturanstieg

Der Sommer 2026 brachte Deutschland ins Schwitzen – doch nicht überall steigt die Hitzebelastung gleich stark an.

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Region. Der Sommer 2026 war heiß, doch die Hitzewelle machte sich in den deutschen Städten sehr unterschiedlich bemerkbar. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Automotive-Software-Unternehmens CARIAD. Während die Hitzebelastung vor allem im Westen und Südwesten Deutschlands stark spürbar ist, zeigt sich die Temperaturentwicklung in unserer Region stabil.



Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter gehören deutschlandweit zu den Großstädten mit dem geringsten Temperaturanstieg der letzten vier Jahre. Für die Untersuchung wertete CARIAD anonymisierte Sensordaten von mehr als zwei Millionen vernetzten Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns aus, um kleinräumige Temperaturunterschiede direkt auf den Straßen zu erfassen.

Große Spanne beim Temperaturanstieg


Während sich die Hitze in Städten des Rhein-Ruhr-Gebiets wie Köln mit einem Plus von 1,66 °C gegenüber 2022 besonders stark verschärft hat, verzeichnet Südostniedersachsen kaum Veränderungen.

Wolfsburg


Den geringsten Anstieg zeigt Wolfsburg mit einem minimalen Plus von nur 0,04 °C seit 2022, was der Stadt den fünften Platz unter den bundesweit stabilsten Großstädten einbringt.

Salzgitter


Salzgitter folgt auf dem neunten Rang mit einer leichten Erhöhung der Sommertagestemperatur um 0,15 °C. Zudem schaffte es Salzgitter mit einer durchschnittlichen Sommertagestemperatur von 22,90 °C auf Platz zehn der insgesamt kühlsten Großstädte Deutschlands.

Braunschweig


Auch Braunschweig sichert sich mit einem Zuwachs von lediglich 0,18 °C den zehnten Platz unter den Städten mit dem niedrigsten Anstieg. Zum Vergleich: In der heißesten Stadt Deutschlands, Freiburg im Breisgau, messen die Fahrzeugsensoren an Sommertagen im Schnitt 27,30 °C. Die Stadtverwaltung hat nun dem Rat das Konzept für eine Hitzeaktionsplanung vorgelegt.

Keine Daten für das Umland


Für die Nachbarstädte und Landkreise Wolfenbüttel, Peine, Gifhorn, Goslar und Helmstedt liefert die CARIAD-Studie allerdings keine eigenen Daten. Die Datenerhebung beschränkt sich herstellerseitig ausschließlich auf deutsche Großstädte ab 100.000 Einwohnern. Aufgrund der direkten räumlichen Nähe lässt sich jedoch vermuten, dass sich die Hitze im regionalen Umland ähnlich moderat verändert hat wie in den drei benachbarten Zentren.

Sensoren von zwei Millionen Autos als Messstationen


Die Analyse stammt von CARIAD, dem Automotive-Software-Unternehmen des Volkswagen-Konzerns. Die Auswertung betrachtet deutsche Großstädte, also Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern. Grundlage sind gemessene Sommer-Lufttemperaturen im Umfeld der Fahrzeuge, jeweils für Juni und Juli eines Jahres, tagsüber von 8 bis 20 Uhr.