TU Braunschweig baut Präsenz in Singapur aus

Der Stadtstaat soll das Tor nach Südostasien für Niedersachsens Wissenschaft werden. Der TU kommt dabei eine wichtige Rolle zu.

Als hochverdichteter und dynamischer Stadtstaat bietet Singapur vielfältige Anknüpfungspunkte für Forschung und Innovation zur Bewältigung drängender globaler und lokaler Herausforderungen.
Als hochverdichteter und dynamischer Stadtstaat bietet Singapur vielfältige Anknüpfungspunkte für Forschung und Innovation zur Bewältigung drängender globaler und lokaler Herausforderungen. | Foto: SpACE Lab at ISU / TU Braunschweig

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Braunschweig. Singapur ist im Asien-Pazifik-Raum ein strategisch wichtiger Partner Deutschlands für Wissenschaft, Technologie und Innovation. Um die Potenziale dieser dynamischen Forschungslandschaft für Niedersachsen zu erschließen, baut die Technische Universität Braunschweig ihre 2023 gegründete Forschungspräsenz TU BS Singapore Ltd. strategisch aus. Darauf weist die TU in einer Pressemitteilung hin.



Mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) soll in den kommenden zwei Jahren ein Modell mit Vorbildcharakter entstehen, das weiteren niedersächsischen Hochschulen den Zugang zu Netzwerken in Südostasien eröffnet.

Ein zentraler Knotenpunkt


Singapur hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem weltweit führenden Wissenschafts- und Innovationsstandort entwickelt. Mit exzellenten Hochschulen, Spitzenplätzen in internationalen Rankings und hohen Investitionen in Forschung und Zukunftstechnologien ist der Insel- und Stadtstaat ein zentraler Knotenpunkt wissenschaftlicher Kooperationen in Asien. Für Hochschulen eröffnet Singapur damit einen direkten Zugang zu den dynamischen Forschungs- und Innovationsnetzwerken Südostasiens.

Sichtbarkeit für Niedersachsen


Seit 2017 intensiviert die TU Braunschweig ihre Vernetzung im südostasiatischen Raum und gründete über die Innovationsgesellschaft Technische Universität Braunschweig mbH (iTUBS) 2023 mit der TU BS Singapore Ltd. ihre erste internationale Forschungspräsenz. Diese unterstützt die Anbahnung gemeinsamer Forschungsprojekte, ermöglicht Forschungsaufenthalte, begleitet Forschende vor Ort, erschließt lokale Netzwerke und eröffnet Fördermöglichkeiten.

„Wir haben damit einen Meilenstein in der Internationalisierung unserer Universität geschaffen“, betont Präsidentin Angela Ittel. „Unser Ziel ist es, nicht nur für die Mitglieder der TU Braunschweig die Kooperation mit diesem global führenden Wissenschafts- und Innovationsstandort strukturell zu unterstützen, sondern die Präsenz in den kommenden Jahren zu einem Anknüpfungspunkt für weitere niedersächsische Hochschulen auszubauen und so die internationale Sichtbarkeit der Wissenschaft aus Niedersachsen zu stärken.“

Eröffnung der Forschungspräsenz der TU Braunschweig in Singapur Im November 2023 – unter Beisein der Präsidentin der TU Braunschweig Prof. Dr. Angela Ittel, Staatssekretär im BMBF Dr. Jens Brandenburg, Prof. Dr. Andy Hor (A*STAR), Dr. David Low (A*STAR SIMTech), Vizepräsident Prof. Dr. Arno Kwade, Prof. Dr. Christoph Herrmann und Prof. Dr. Vanessa Carlow (alle TU Braunschweig).
Eröffnung der Forschungspräsenz der TU Braunschweig in Singapur Im November 2023 – unter Beisein der Präsidentin der TU Braunschweig Prof. Dr. Angela Ittel, Staatssekretär im BMBF Dr. Jens Brandenburg, Prof. Dr. Andy Hor (A*STAR), Dr. David Low (A*STAR SIMTech), Vizepräsident Prof. Dr. Arno Kwade, Prof. Dr. Christoph Herrmann und Prof. Dr. Vanessa Carlow (alle TU Braunschweig). Foto: A*STAR / SIMTech


Mit einer Förderung von 550.000 Euro durch das MWK ab Oktober 2026 werden in den kommenden Jahren Forschungs- und Kooperationsfelder zu Themen wie Küstenschutz, nachhaltige Mobilität und Quantenforschung aufgebaut. Ziel ist es, die Forschungspräsenz langfristig zu etablieren und sie als übertragbares Modell mit erprobten Strukturen und Prozessen für Wissenschaftler und Wissenschaftseinrichtungen in ganz Niedersachsen zugänglich zu machen. „Die TU Braunschweig leistet damit einen zentralen Beitrag zur internationalen Profilbildung Niedersachsens und zum wechselseitigen Transfer von Wissen und Technologien in Zukunftsbereichen globaler Transformationsprozesse“, so Professor Arno Kwade, Vizepräsident für Transfer und Innovation.

Langjährige Partnerschaften als Grundlage


Die TU Braunschweig ist neben der TU München die einzige deutsche Hochschule, die mit einer dauerhaften Präsenz in Singapur vor Ort in ein internationales Umfeld renommierter Universitäten und Forschungseinrichtungen eingebunden ist.

Die Gründung der Braunschweiger Präsenz ist das Ergebnis von mehr als zwei Jahrzehnten wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Partnern in Singapur sowie weiteren Ländern Ost- und Südostasiens. Federführend vorangetrieben wurde und wird ihr Aufbau durch das Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) unter der Leitung von Professor Christoph Herrmann sowie das Institute for Sustainable Urbanism (ISU) unter der Leitung von Professorin Vanessa Miriam Carlow. Gemeinsam haben sie für die TU Braunschweig Themenfelder wie nachhaltige urbane Produktion, zirkuläre Wertschöpfung und urban-industrielle Symbiose sowie nachhaltige Stadtentwicklung erschlossen.

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