Nach Schweinekopf-Attacke: Sprecher gegen Rechts abermals bedroht

Diesmal bekam David Janzen einen Zettel mit einem Galgen in den Briefkasten geworfen.

Dieser Galgen wurde in den Briefkasten von David Janzen geworfen.
Dieser Galgen wurde in den Briefkasten von David Janzen geworfen. | Foto: David Janzen

Braunschweig. In der Zeit vom 15. auf den 16. Oktober wurde erneut eine Drohung gegen den "Bündnis gegen Rechts"-Sprecher David Janzen in dessen Briefkasten geworfen. Auf einem gefalteten Zettel befand sich ein Galgen. Immer wieder wurde Janzen in der Vergangenheit Opfer von Attacken aus der rechten Szene. Die letzte Tat ereignete sich im Mai. Dort hatte er in einem Paket einen halben Schweinekopf zugesendet bekommen (regionalHeute.de berichtete). Damals konnte ein 29-Jähriger, der der rechten Szene zuzuordnen ist, ermittelt werden. Auch in diesem aktuellen Fall geht Janzen davon aus, dass es sich bei den Tätern um bekannte Aktivisten der lokalen Neonaziszene handele, wie er gegenüber regionalHeute.de berichtet.


Nach dieser letzten Drohung geschah zunächst nichts mehr, so Janzen weiter. "Das polizeiliche Annäherungsverbot für meine Wohnung, dass gegen einen, wegen diverser Aktionen gegen mich verdächtigen Neonazi ausgesprochen wurde, und verstärkte polizeiliche Maßnahmen waren da wohl zunächst erfolgreich", so Janzen. Auch weiterhin werde die Polizei ein besonderes Auge auf den Wohnort Janzens haben, wie Polizeisprecherin Carolin Scherf gegenüber unserer Onlinezeitung mitteilt.

Die Neonaziszene sei zwar recht klein, trete jedoch zunehmend aggressiv und aktionistisch auf. "Denen ist sowohl mein Engagement für das Bündnis gegen Rechts, als meine journalistische Tätigkeit ein Dorn im Auge, gerade auch weil ich regelmäßig, zum Beispiel über Soziale Medien über die Szene, ihre Protagonisten und Aktivitäten berichte. Zuletzt zum Beispiel über den Angriff auf den Ratsherrn Hahn", so Janzen abschließend.


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