Sie sind hier: Region > Braunschweig >

Neuer Standort für die Helene-Engelbrecht-Schule: Ausschuss billigt Raumplanung



Neuer Standort für die Helene-Engelbrecht-Schule: Ausschuss billigt Raumplanung

Dies berichtet die Stadt Braunschweig.

Rathaus.
Rathaus. Foto: Marvin König

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Braunschweig. Die Helene-Engelbrecht-Schule (HES) soll einen neuen Standort auf dem Grundstück der Heinrich-Büssing-Schule an der Salzdahlumer Straße erhalten. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Rat im Sommer vergangenen Jahres gefasst und damit dem baufälligen Zustand des derzeitigen Gebäudes der Berufsbildenden Schule in der Reichsstraße Rechnung getragen. Die Verwaltung entwarf unterdessen ein Raumprogramm für den Neubau, das der Verwaltungsausschuss am Dienstag, 7. Juli, gebilligt hat. Dies berichtet die Stadt Braunschweig.



Darin sind größere Flächen insbesondere für den Fachunterrichts- und Fachpraxisbereich vorgesehen. Soweit schon absehbar sind auch zukünftige Entwicklungen in den Berufsfeldern der HES in das Raumprogramm eingeflossen. Ferner ist der besondere Bedarf von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen, die zum Beispiel in den Werkstätten oder inklusiv an der Schule beschult werden, berücksichtigt. Der Schule würde in dem Neubau rechnerisch eine Nutzfläche von 4.995 Quadratmetern und damit 1.224 Quadratmeter mehr als bisher zur Verfügung stehen.

Multifunktionale Nutzung könnte mit weniger Fläche auskommen



In Abhängigkeit vom Architektenentwurf könnte die Schule jedoch auch mit weniger Fläche auskommen, wenn die Flächen für die Aula/den Multifunktionsraum und das Foyer so geplant werden, dass sie durch eine günstige Anordnung multifunktional genutzt werden können. Bei den Fachunterrichtsräumen soll neben den beiden für EDV ein Selbstlernzentrum vorgesehen werden. Es soll die Möglichkeit für verschiedenste Arbeitsformen von Einzel- über Gruppenarbeiten bis Webrecherche und Präsentation bieten. Ansonsten soll die Schule die Infrastruktur und Ausstattung für die Umsetzung eines modernen Medienkonzeptes mit mobilen Endgeräten erhalten.

Im Pflegebereich sollen fünf Fachpraxisräume (FPR) berücksichtigt werden. Für die Fachpraxis Gesundheit sollen Räume für die Ausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten, Tiermedizinischen Fachangestellten und Zahnmedizinischen Fachangestellten mit einem dazugehörigen Laborbereich geschaffen werden. Im Bereich Körperpflege werden zwei FPR vorgesehen, für die Hauswirtschaft zwei FPR mit den dazugehörigen Umkleideräumen sowie in der Wäschepflege zwei weitere Räume.


Aula oder Multifunktionsraum?


Vorgesehen ist zudem eine Aula oder ein Multifunktionsraum. Hinzu kommen Lehrerzimmer und weitere Funktionsräume der Verwaltung.

Für den Neubau der HES wird ein grober Rahmen der Baukosten von rund 22,27 Millionen Euro angenommen. Die Ausschreibung soll nächstes Jahr erfolgen.

Die Schule nutzt zurzeit als Schulgebäude ein ehemaliges Druckereigebäude in der Reichsstraße 31. Durch den Sanierungsstau an und in dem Gebäude ist ein Gesamtsanierungsvolumen entstanden, das eine Sanierung der Schule wirtschaftlich nicht rechtfertigt. Bei der Untersuchung des Schulgebäudes wurde unter anderem festgestellt, dass umfangreiche Korrosionsschäden an der Tragkonstruktion bestehen. Die Reststandzeit des Gebäudes wird von einem Statiker auf rund drei Jahre geschätzt.

Brandschutz nicht mehr aktuell


Des Weiteren entspricht der Brandschutz nicht mehr den heutigen Anforderungen, wird jedoch unter Auflagen bis zum Umzug der Schule geduldet. Die Dachflächen und sämtliche Installationen des Gebäudes stammen noch aus der Erbauungszeit oder dem Umbau der Schule im Jahre 1985. Diese sind abgängig und dringend erneuerungsbedürftig.

Um ihren Raumbedarf abdecken zu können, nutzt die HES zurzeit auch noch die seit der Aufhebung der Heinrich-Kielhorn-Schule frei gewordenen Räumlichkeiten in der benachbarten Schulanlage Reichsstraße 22. Dieses Gebäude weist jedoch große statische Probleme an der Baukonstruktion auf, sodass bereits ein Gebäudetrakt gesperrt werden musste. Hier ist eine Sanierung, auch mit Blick auf den sonstigen baulichen Zustand, ebenfalls unwirtschaftlich.


zum Newsfeed