Niederlage in der Schlussminute: Bonn ringt Löwen nieder

von Rayk Maschauer


Überragend: Löwen-Center Scott Eatherton. Es reichte dennoch nicht zum Sieg. Fotos: Reinelt/PresseBlen.de
Überragend: Löwen-Center Scott Eatherton. Es reichte dennoch nicht zum Sieg. Fotos: Reinelt/PresseBlen.de

Braunschweig. Vor 2.431 Zuschauern in der Volkswagen Halle mussten sich die Basketball Löwen am Sonntagabend in einem dramatischen Spiel den Telekom Baskets Bonn geschlagen geben. Bei der 73:76-Niederlage war einmal mehr Scott Eatherton mit 23 Punkten und neun Rebounds der überragende Spieler bei den Löwen.


Am vergangenen Dienstag gab es für die Basketball Löwen in München eine herbe Auswärtspleite zu verkraften. Vor dem Duell gegen die Telekom Baskets Bonn galt es daher das Spiel aus den Köpfen zu streichen und an den Heimsieg gegen Bremerhaven vor einer Wochen anzuknüpfen. So begannen die Löwen mit viel Elan und arbeiteten vor allem beim Rebounding sehr energisch. Insgesamt griffen sie sich im ersten Durchgang sieben Offensivrebounds und konnten so wiederholt Punkte aus zweiten Wurfchancen erzielen. Zudem ließen die Braunschweiger den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und kamen so immer wieder zu freien Wurfmöglichkeiten. Einzig die schwache Quote aus der Distanz (1/7 3er in Q1) und von der Freiwurflinie (1/5 FW in Q1) sorgte dafür, dass die Führung nach den ersten zehn Minuten nicht höher als 20:18 ausfiel.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts begannen dann die Bonner deutlich stärker und übernahmen begünstigt durch unnötige Fehler der Löwen nach einem 10:0-Lauf die Führung (20:26). Doch Braunschweig ließ den Kontakt nicht abreißen, blieb vor allem dank ihres starken Centers Scott Eatherton im Spiel, der in Halbzeit eins starke 13 Punkte (86% FG) auflegte. Neben dem Weg über ihren Big Man probierten es die Braunschweiger häufig aus der Distanz, jedoch nur mit mäßigem Erfolg (4/21 3er). Zudem bereitete ihnen die unterdurchschnittliche Freiwurfquote große Probleme. Nur einer von sieben Versuchen fand in den ersten 20 Minuten den Weg durch die Reuse, weshalb die Bonner mit einer knappen 39:40-Führung in die Halbzeit gingen.

Bartolo wirft Bonn zum Sieg


Nachdem Braunschweig zu Beginn der zweiten Hälfte mit vier aufeinanderfolgenden Punkten zunächst die Führung zurück erobern konnte, antworteten die Bonner mit einem 8:0-Lauf, woran insbesondere ihr Topscorer Josh Mayo großen Anteil hatte. Allerdings ließ sich das Menz-Team davon nicht aus der Ruhe bringen und hielt bis zum Schlussviertel den Kontakt (58:61). Angefeuert von den lautstarken 2431 Zuschauern in der Volkswagen Halle starteten die Löwen im letzten Durchgang schließlich einen Lauf. Durch hervorragende Verteidigungsarbeit ließ man fünf Minuten lang keinen gegnerischen Korb zu und konnte so mit einem 10:0-Run die Führung übernehmen (68:64).

Doch die Telekom Baskets fingen sich rechtzeitig und so lief alles auf eine Entscheidung in der Schlussphase hinaus. 21 Sekunden vor Ende brachte Yorman Polas Bartolo die Gäste mit 73:74 in Führung, ehe Scott Eathertons Versuch im folgenden Angriff geblockt wurde. Am Ende sorgte erneut Bartolo durch Punkte im Fastbreak für den 73:76-Entstand. „Das war ein richtig gutes Spiel von uns. Das war genau das richtige Comeback nach dem München-Spiel. Ich finde die Art und Weise, wie wir gespielt haben, kann uns sehr zuversichtlich stimmen, dass wir mit der Mannschaft auf diesem Niveau spielen können“, zeigte sich Headcoach Frank Menz zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, wenngleich er die „katastrophale Freiwurfquote“ (11/22 FW) seines Teams bemängelte, die am Ende erheblichen Anteil an der Niederlage hatte.

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