Schüsse am Bohlweg: Zwei Männer vor Gericht

Im März hatten sich an zwei Tagen rund um das ehemalige Galeria Kaufhof-Gebäude Szenen wie aus einem Krimi abgespielt.

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Symbolbild Foto: Pixabay

Braunschweig. Am Donnerstag beginnt vor dem Landgericht Braunschweig der Prozess gegen zwei Männer, denen unter anderem versuchter Totschlag, gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen wird. Unter anderem wurde ein Mann auf dem Bohlweg angeschossen. Das berichtet das Landgericht in einer Pressevorschau.


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Am 7. März dieses Jahres sollen sich die beiden 38- und 39-jährigen Angeklagten mit dem späteren Geschädigten in Braunschweig in der Innenstadt bei dem ehemaligen Kaufhaus Galeria Kaufhof verabredet haben. Die beiden Angeklagten seien gemeinsam mit einem weiteren gesondert verfolgten Mann mit einem Mercedes zu dem Treffen gefahren. Als sie die Straße Ölschlägern befahren hätten, sei das Opfer auf dem Gehweg in Höhe des Geschäfts „Rocks und Rocks“ in Richtung Galeria Kaufhaus gegangen.

Mann springt auf Motorhaube


Die Angeklagten hätten den Mann auf dem Gehweg gesehen und beschlossen wegen der vorangegangenen Streitigkeiten diesen mit dem Auto umzufahren. Der fahrende 39-Jährige habe den Wagen beschleunigt und sei auf den Geschädigten zugefahren. Der Mann sei auf die Motorhaube gesprungen, um dem Fahrzeug auszuweichen und sei wieder auf dem Gehweg gelandet. Sodann habe er einen mitgeführten Hammer in Richtung der Fahrertür des Mercedes geworfen. Anschließend habe er – unter zeitweiliger Verfolgung der Fahrzeuginsassen - die Flucht ergriffen.

Hüftknochen durchdrungen


Nach diesem erfolglosen Angriff sollen die Angeklagten am 9. März den Entschluss gefasst haben, den Geschädigten wegen der Streitigkeiten zu „maßregeln“, gegebenenfalls durch den Einsatz einer Schusswaffe. Dabei hätten die Angeklagten den Tod des Geschädigten billigend in Kauf genommen. Gegen 21.30 Uhr hätten die Angeklagten und ein weiterer gesondert Verfolgter den Mann auf dem Bohlweg in der Nähe von Galeria Kaufhof angetroffen und es habe sich ein Streit sowie eine Rangelei entwickelt. Im Verlauf der Auseinandersetzung habe der 38-jährige Angeklagte - in Absprache mit den Mittätern - den Revolver gezogen, zweimal auf das Opfer gezielt und geschossen. Ein Projektil des Revolvers habe den Hüftknochen des Mannes durchdrungen. Trotz der Verletzung sei der Geschädigte zunächst geflüchtet bis er schließlich in Höhe der Schloss-Arkaden zusammengebrochen sei.

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Fortsetzungstermine sind für den 16. September, 5., 7. und 10. Oktober sowie 1. November angesetzt.


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