Braunschweig. Im Realisierungswettbewerb zur Umgestaltung des Bäckerklints zu einem Pocket-Park ist die Entscheidung gefallen: Das Preisgericht, dem Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie unabhängige Fachplanerinnen und Fachplaner angehörten, würdigte den Entwurf des Büros Simons & Hinze Landschaftsarchitekten GmbH aus Berlin am 7. August einstimmig mit dem 1. Preis, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Braunschweig.
Mit dem 2. Preis wurde das Büro nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB aus Hannover ausgezeichnet. Eine Anerkennung für ihre Leistungen erhielten die Büros GREENBOX LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Partnergesellschaft mbB aus Köln und Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden. Neun Planungsbüros hatten im Rahmen des nichtoffenen einphasigen Wettbewerbs ihre Arbeiten zum Pocket-Park Bäckerklint eingereicht.
Schwammstadt-Prinzip und Erhalt der Parkplätze
Der Wettbewerb ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Umgestaltung des Bäckerklints. Ziel ist es, einen klimaangepassten und attraktiven öffentlichen Raum mit mehr Grün, einer höheren Aufenthaltsqualität sowie einer nachhaltigeren Regenwasserbewirtschaftung im Sinne der Schwammstadt zu schaffen. Damit soll das Vorhaben einen konkreten Beitrag zur Anpassung der Innenstadt an die Folgen des Klimawandels leisten und Klimaanpassung mit ökologischer und städtebaulicher Aufwertung verbinden. Wichtige Vorgabe für die Wettbewerbsteilnehmer war der Erhalt der Anzahl der vorhandenen Stellplätze.
Finanzierung über Fördermittel
Das Projekt wird zu 100 Prozent aus Fördermitteln finanziert. Die geschätzten Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 1,3 Millionen Euro. Davon übernimmt der Regionalverband Großraum Braunschweig 33,33 Prozent und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) 66,67 Prozent – finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).
Fertigstellung für 2028 angestrebt
Mit der Wettbewerbsentscheidung ist die Grundlage für die weitere Planung gelegt. Noch im Herbst 2026 soll der Wettbewerbssieger mit der weiteren Bearbeitung beauftragt werden. Der überarbeitete städtebauliche Entwurf wird vor Ausschreibung der Baumaßnahme in der ersten Hälfte des Jahres 2027 den politischen Gremien zum Beschluss vorgelegt. Aktuell finden unabhängig von dem geplanten Projekt vor Ort noch Leitungsarbeiten statt. Vorausgesetzt, dass diese fristgerecht abgeschlossen werden, ist es nach Ausarbeitung eines umsetzbaren Entwurfs und Durchführung der erforderlichen Ausschreibung das Ziel, 2028 mit dem Umbau zu beginnen.
Öffentliche Ausstellung der Ergebnisse
Die Wettbewerbsergebnisse werden bis einschließlich 4. September im Business Center III im Brawo-Park (Willy-Brandt-Platz 13) im Erdgeschoss öffentlich ausgestellt. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich ein Bild von den unterschiedlichen Planungsansätzen zu machen und einen Einblick in die vielfältigen Gestaltungsideen zum geplanten Pocket-Park zu bekommen.

