Braunschweig. Siemens Mobility hat gemeinsam mit der Stadt Braunschweig ein Memorandum of Understanding für die Weiterentwicklung des traditionsreichen Standorts für Bahnsignal- und Automatisierungstechnologien in Braunschweig unterzeichnet. Das geht aus einer Pressemitteilung am heutigen Montag hervor.
Vorgesehen sei der Tausch von Grundstücken mit der Stadt Braunschweig sowie der Erwerb weiterer Flächen, um Optionen für zukünftige Erweiterungen wie eine hochmoderne Fertigungshalle zu sichern. Diese Investitionen sollen Siemens Mobilitys führende Rolle in der Entwicklung und Fertigung modernster Technologie stärken, die die Schieneninfrastruktur weltweit effizienter, nachhaltiger und verlässlicher macht. „Um der wachsenden weltweiten Nachfrage nach unserer Digitalisierungstechnologie für die Bahninfrastruktur gerecht zu werden, planen wir, unseren Standort in Braunschweig zu modernisieren und künftig weiter auszubauen“, sagte Marc Ludwig, CEO Rail Infrastructure bei Siemens Mobility.
Erweiterung soll Produktion und Digitalisierung stärken
„Damit schaffen wir die benötigte Kapazitätserweiterung und bringen unsere Produktionsstätten auf den neuesten Stand, um den Anforderungen einer zukunftsorientierten, digitalisierten Fertigung gerecht zu werden. Mit diesem Vorhaben setzen wir ein klares Zeichen für Wachstum und Zukunftsfähigkeit – in einem Umfeld, in dem vielerorts Investitionen zurückgefahren werden. Unser besonderer Dank gilt der Stadt Braunschweig, die dieses Zukunftsprojekt als verlässlicher und pragmatischer Partner unterstützt.“
Stadt Braunschweig sieht Projekt als wirtschaftliches Signal
„Die Erweiterung der Firma Siemens Mobility ist ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Braunschweig. Als einer der größten Arbeitgeber unserer Stadt sichert Siemens Mobility mit diesem Vorhaben Arbeitsplätze und wichtige Kaufkraft in Braunschweig und der Region“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. „Die Entscheidung des Unternehmens ist zugleich ein Ausweis der Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft der Siemens-Mitarbeiterinnen und - Mitarbeiter hier in Braunschweig, das freut mich sehr. Mit dem jetzt beabsichtigten Flächentausch entsteht darüber hinaus eine klassische Win-Win-Situation. Siemens Mobility kann sich erweitern, und die Stadt erhält Flächen für die Entwicklung ihres städtebaulichen Großprojekts, der Bahnstadt. Möglich werde eine Erschließungsstraße von der Ackerstraße in Höhe des Südeingangs des Hauptbahnhofs zum künftigen Teilgebiet „Am Hauptgüterbahnhof“, wo in Zukunft ein urbanes Quartier mit ca. 1.200 Wohneinheiten und Gewerbeeinheiten entstehen soll.“
Grundstückstausch als Voraussetzung für weiteres Bauvorhaben
Das Bauvorhaben von Siemens Mobility am Standort Braunschweig ist damit integraler Bestandteil der städtebaulichen Entwicklungspläne der Stadt Braunschweig. Das hierfür vorgesehenen Baufeld mit einer Gesamtgröße von bis zu 20.000 m2 liegt teilweise im Eigentum von Siemens Mobility, während der übrige Teil im Besitz der Stadt Braunschweig ist. Die Übertragung und der Tausch von ausgewählten Grundstücken sind Voraussetzung für die Realisierung des Projekts. Die genauen Details werden in einer Arbeitsgruppe in den nächsten Monaten gemeinsam erarbeitet. Künftige städtebauliche Wettbewerbe in diesem Bereich wird Siemens eng begleiten.

