Terrorgefahr in Innenstädten: Das plant die Stadt für mehr Sicherheit

Angesichts der abstrakten Gefährdungslage im ganzen Land macht man sich auch in Braunschweig Gedanken darüber, wie die Innenstadt besser geschützt werden kann.

von


Statt dieser mobilen Variante könnten bald auch versenkbare Poller zum Einsatz kommen.
Statt dieser mobilen Variante könnten bald auch versenkbare Poller zum Einsatz kommen. | Foto: Matthias Kettling

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Braunschweig. Immer wieder sorgen Terroranschläge in Innenstädten für Entsetzen und Unsicherheit. Besonders im Gedächtnis geblieben sein dürfte der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt, bei dem auch Menschen aus unserer Region verletzt und getötet wurden. Auch in Braunschweig macht man sich Gedanken um die Sicherheit der Innenstadt und überlegt, versenkbare Poller zur Terrorabwehr anzuschaffen.



Angesichts der nach wie vor hohen Gefahr von Terroranschlägen und der angespannten Sicherheitslage im ganzen Land hatte die CDU-Ratsfraktion in Braunschweig bereits im vergangenen September eine Anfrage bezüglich des Sicherheitskonzeptes in der Löwenstadt im Rat eingebracht. regionalHeute.de berichtete. CDU-Fraktionsvorsitzender Thorsten Köster hatte damals fest eingebaute Sperren als dauerhafte Absicherung der Fußgängerzone gefordert. Wie sich aufgrund seiner Anfrage herausgestellt hatte, arbeitete die Stadtverwaltung gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr und Stadtmarketing jedoch bereits seit dem vorangegangenen Sommer in der Projektgruppe „Analyse und Reduzierung der Gefährdungen in der Fußgängerzone der Innenstadt“ an einem Schutzkonzept für die Innenstadt.

Das ist der aktuelle Stand


Mittlerweile ist seit der Ratsanfrage der CDU-Fraktion rund ein Jahr vergangen, weshalb unsere Redaktion bei der Verwaltung nachgefragt hat, was aus dem Schutzkonzept geworden ist. Wie die Stadtverwaltung in ihrer Antwort schreibt, sollen dauerhafte bauliche Maßnahmen die temporären Absperrungen für einzelne Veranstaltungen reduzieren und das Sicherheitsniveau weiter erhöhen. Wenn Ergebnisse und ein Umsetzungskonzept vorliegen, werde die Verwaltung dem Rat einen Vorschlag unterbreiten. Der Zeitpunkt stehe jedoch noch nicht fest.

Fachplaner soll Konzept entwickeln


Die Projektgruppe betrachte einzelne Plätze, aber auch die Fußgängerzone im Ganzen. Konkrete Örtlichkeiten, die Anzahl der Maßnahmen oder Umsetzungszeitpunkte würden sich allerdings noch in der Prüfung befinden. Derzeit werde die Hinzuziehung eines Fachplaners vorbereitet, der unter anderem ein Sicherheits- und Betriebskonzept auf der Basis der bisher gesammelten Erkenntnisse entwickeln soll. Erst wenn dieses erstellt worden sei, könnten die weiteren Schritte konkretisiert werden.

Finanzierung noch unklar


Es seien bereits Mittel des Programms „Resiliente Innenstädte“ beantragt worden, eine abschließende Entscheidung liege jedoch noch nicht, vor. Ob darüber hinaus weitere Fördertöpfe zur Verfügung stehen, werde derzeit geprüft. Die Fördersumme decke allerdings nicht die Gesamtkosten, die Stadt werde daher auch Eigenmittel zur Verfügung stellen müssen. Wie hoch die Gesamtsumme sein wird, könne erst nach Erstellung des Gesamtkonzeptes ermittelt werden.